Bsuech in... im Oberwallis

Medium: Doppel-DVD
Dauer: 420 Min
Original: Schweizerdeutsch
Bsuech in... im Oberwallis

Die Sendungen «Bsuech in» berichten im Rahmen des Sommerprogramms 2008 aus dem Oberwallis, von den Menschen, von der Volks- und Alltagskultur und vom musikalischen Schaffen der Region. Die sieben Sendungen werden von Heinz Margot moderiert.
Zermatt:
Das idyllisch am Fusse des Matterhorns gelegene Bergdorf Zermatt hat sich im Laufe der Zeit zu einem der bedeutendsten Tourismuszentren der Schweiz entwickelt. Dazu beigetragen hat sicherlich die Faszination des Matterhorns, von vielen als der schönste Berg der Welt bezeichnet. Touristen schätzen auch, dass das Dorf autofrei ist. Neben Pferdekutschen sind nur noch Elektrofahrzeuge als Beförderungsmittel erlaubt.
Mitten im Dorf, zwischen zahlreichen exklusiven Läden, Restaurants und Hotels, befindet sich der Sendeplatz der Livesendung. Auf dem Kirchplatz finden Gespräche und Aktionen statt. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Bergführermusik Zermatt und Z'Hansrüedi. Zusammen mit Moderator Heinz Margot führt der Einheimische Heini Biner durch die Sendung.
Daneben wird in einem Filmbeitrag Beat H. Perren vorgestellt, der die rasante Entwicklung Zermatts vom Bergdorf zum weltbekannten Tourismuszentrum miterlebt hat. Die Zuschauerinnen und Zuschauer lernen zudem Matthias Taugwalder kennen, ein direkter Nachkomme eines Erstbesteigers des Matterhorns, der sich der Panoramafotografie verschrieben hat. In einem weiteren Beitrag zeigt "bsuech in" wie ein Elektrofahrzeug hergestellt wird.
Münster:
Das Dorfbild von Münster ist von vielen alten Holzhäusern geprägt. Die Gommer Häuser wurden vor langer Zeit aus Lärchenholz gebaut, was ihnen heute ihre typische dunkle Färbung verleiht. In früheren Zeiten dienten diese Häuser nicht nur zum Wohnen, sondern waren gleichzeitig auch Speicher und Viehställe.
Der Sendeplatz der Livesendung befindet sich auf dem Dorfplatz inmitten dieser alten Häuser. Dort finden Gespräche und Aufführungen statt. Für musikalische Unterhaltung sorgen der Gommerchor Münster, die Jagdhornbläser Gommer Spielhähne und das Schwyzerörgeliquartett Finnubachbüobu. Zusammen mit Moderator Heinz Margot führt der Einheimische Tobias Bacher durch die Sendung.
Daneben wird in einem Filmbeitrag Claudia Guntern vorgestellt, die sich unter anderem auf die Restaurierung von sakralen Gegenständen aus der Region spezialisiert hat. Die Zuschauerinnen und Zuschauer lernen zudem die Schützenzunft Münster kennen, deren Statuten aus dem Jahre 1724 stammen. In einem weiteren Beitrag zeigt «bsuech in» einen lokalen Betrieb, der ganz neue Wege gehen musste, um eine Zukunft zu haben.
Brig:
Brig ist eine Stadt mit einer langen Geschichte. Eine ihrer wichtigsten historischen Persönlichkeiten war der Grossunternehmer Kaspar Jodok von Stockalper. Der reiche Kaufmann errichtete im 17. Jahrhundert Paläste, Klöster und Kirchen, die noch heute das Stadtbild prägen. Das markanteste von ihm erbaute Gebäude ist das heutige Wahrzeichen von Brig, das Stockalperschloss (auch Stockalper Palast genannt).
Der Sendeplatz der Livesendung befindet sich im Innenhof des Stockalperschloss. Dort finden Gespräche und Aufführungen statt. Für musikalische Unterhaltung sorgen neben Stefanie Heinzmann, der Gewinnerin des Castingwettbewerbs bei Stefan Raab, der Jodlerchor Ahori und die Stadtmusik Saltina. Zusammen mit Moderator Heinz Margot führt der Einheimische Alwin Sarbach durch die Sendung.
Daneben wird in einem Filmbeitrag Schwester Modesta vorgestellt, die sowohl Erzieherin als auch Seelentrösterein von Internatsschülerinnen ist. Die Zuschauerinnen und Zuschauer lernen auch Edelbert W. Bregy kennen: Der Künstler und ehemalige SBB-Angestellte setzt sich in seinen Werken immer wieder mit dem Thema Eisenbahn auseinander. In einem weiteren Beitrag zeigt «bsuech in» wie der Briger Dorfbach Saltina das Leben der Einheimischen immer wieder beeinflusst.
Ernen:
Der Livesendeplatz befindet sich mitten auf dem Dorfplatz. Hier finden Gespräche und Aktionen statt. Für musikalische Unterhaltung sorgen neben dem Erner Barockensemble der Gospel Joy Chor und das Örgeliquartett Ärner Büebe. Zusammen mit Moderator Heinz Margot führt die Einheimische Nicole Schwery durch die Sendung.
Daneben wird in einem Filmbeitrag Jules Wyden vorgestellt, einer der letzten Kirchglockenspieler des Wallis. Die Zuschauerinnen und Zuschauer lernen zudem Stefan Schweizer kennen, der Maultiere für Trekkingtouren ausbildet. In einem weiteren Beitrag zeigt «bsuech in» wie dank des Ideenreichtums von Ingrid Schmid die lokale Post erhalten bleiben konnte.
Visperterminen:
Zusammen mit Heinz Margot führt die Einheimische Marilene Stoffel durch die Sendung. Sie ist Mitglied bei den Pfeifern und Trommlern von Visperterminen, die in «bsuech in» aufspielen.
Im 19. Jahrhundert erlebte die Berggemeinde zwei Auswanderungsschübe nach Übersee, weil das Wasser knapp war. Heute gehen die jungen Leute wegen der Ausbildung in die Fremde, wie Marceline Berchtold, die in der Sendung vorgestellt wird. Die junge Textildesignerin aus Visperterminen lebt in Luzern. Ihre textilen Arbeiten sind jedoch stark geprägt von ihrer Walliser Heimat. Wie ihre Grossmutter die Tracht getragen hat, beeindruckte die junge Frau schon als Kind. Heute produziert Marceline Berchtold Mode, inspiriert von dieser Walliser Tradition.
Nach der Sendung aus Visperterminen weiss die ganze Schweiz, wie man das Kartenspiel Troggu spielt, und «Chirlihändstess» ist dann für niemanden mehr ein Fremdwort.
Leuk:
In der Livesendung auf dem Hauptplatz in der mittelalterlichen Stadt Leuk finden abwechslungsreiche Gespräche und Aktionen statt. Das päpstliche Zuavenregiment von Leuk wird dort erwartet. Roger Mathieu, ein besonders Ortskundiger in Leuk, ist in seiner hellblauen Uniform beim militärischen Aufzug der Zuaven kaum zu erkennen. Zusammen mit Heinz Margot führt er durch die Sendung. Für musikalische Unterhaltung sorgen neben dem einheimischen Sänger Michel Villa mit seinem Kinderchor das Trio Malugas aus Leuk und der Oberwalliser Volksliederchor.
In einem Filmbeitrag wird die Geschichte der Geschwister von Werra erzählt. Jahrzehntelang kursierte in Leuk das Gerücht, Baron von Werra hätte aus finanzieller Not seine beiden jüngsten Kinder nach Deutschland verkauft. Wilfried Meichtry, ein Leuker Historiker, ging diesem Gerücht nach und förderte die Wahrheit zu Tage. Zudem lernen die Zuschauerinnen und Zuschauer die junge Nicole Hugo kennen: Sie arbeitet als Parkführerin im Pfynwald, dem grössten Föhrenwald der Alpen.
Zudem stellt «bsuech in» auf dem Ortsrundgang das von Stararchitekt Mario Botta renovierte Bischofsschloss von Leuk vor. Gleich daneben befindet sich das mächtige Rathaus. Das Beinhaus mit der 20 Meter langen Schädelwand ist Zeuge historischer Vergangenheit. Heinz Margot und Roger Mathieu sehen sich das Gebäude während der Sendung etwas genauer an.
Blatten im Lötschtal:
Blatten ist das vierte und letzte Sendedorf im urwüchsigen Lötschental. Erst 1956 wurde die Strasse bis nach Blatten gebaut. Eine jahrhundertelange Abgeschiedenheit hat Land und Leute geprägt. Bräuche und Traditionen sind bis in die Gegenwart hinein erhalten geblieben, so auch an Fronleichnam. Dann marschieren die Herrgottsgrenadiere zur heiligen Messe auf. Die roten Soldaten sind das Erbe aus alter Söldnerzeit. Zurück aus dem Krieg trugen die Männer die Uniformen nur noch zu kirchlichen Festen und an Prozessionen.
Die Livesendung vom 18. August 2008 kommt vom Dorfplatz Blatten. Dort gibt es Gespräche, Aktionen und verschiedene Musikdarbietungen inmitten einer wunderbaren Bergwelt. Der Ausblick auf die Berner und Walliser Alpen lockt nicht nur Sina, die Walliser Mundartsängerin, ins Lötschental, sondern auch Touristen. Sina kennt das Tal von Kindsbeinen an, denn sie ist Bürgerin dieser Gemeinde. Heute lebt sie in der «Üsserschwiiz», wie die Walliser sagen. Sina trägt nebst der Musikgesellschaft Fafleralp und dem Oberwalliser Jäger- und Naturfreundechor zur musikalischen Unterhaltung der Sendung bei. Neben dem Dorfplatz steht auch der Dorfbackofen, der am Sendetag kräftig eingeheizt wird. Ein vorzügliches Roggenbrot soll an diesem Tag entstehen. Zusammen mit Moderator Heinz Margot führt der Einheimische Elmar Ebener durch die Sendung.
Den Bergsommer erleben, Gipfel erobern: Im Unesco-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn ist das eine wunderbare Sache. Ein grosser Teil des ersten Weltnaturerbes der Alpen liegt auf dem Gemeindegebiet von Blatten. «bsuech in» weiss, wo hier die schönsten Blumen blühen und wo sich die Steinböcke tummeln. Ausserdem wird in der Sendung ein junger Schafbauer porträtiert, der sein Bio-Lammfleisch selbst vermarktet und davon überzeugt ist, das die Berglandwirtschaft und der Tourismus eng zusammenarbeiten müssen.