Christine und der Urwald

Eine Schweizerin kämpft gegen das Abholzen

Medium: DVD
Dauer: 55 Min.
Original: Schweizerdeutsch/Deutsch
Christine und der Urwald

Christine und Hans Hostettler stammen aus Rüschegg im Kanton Bern. Sie wanderten 1978 in den Urwald von Paraguay aus und begannen zu roden. Damals sprach in Südamerika noch niemand vom Schutz des Regenwaldes. Sie holzten 100 Hektaren Dschungel ab und pflanzten Sojabohnen wie andere Siedler aus aller Herren Länder. Und so wurden mehr als 90 Prozent der Urwaldfläche dieser Region in Ackerland umgewandelt, mit katastrophalen Folgen für das Klima: Extreme Trockenperioden reduzieren die Ernten. Die einstigen Abholzer Christine und Hans begannen umzudenken: Sie wurden zu engagierten Urwaldschützern.

Im Zentrum des Filmes von Beat Wieser steht Christine. Die Urwaldschützerin führt durch ihr bedrohtes Paradies, ein artenreiches Reststück des atlantischen Regenwaldes von 70'000 Hektaren. Unter dem Dach des Urwaldes ist eine Vielzahl von Tieren zuhause, die Schweizerin kämpft mit allen Mitteln für seine Erhaltung: Sie hat eine Organisation gegründet, die sechs Parkwächter beschäftigt. Mit ihrem wackeligen Ultralight-Flugzeug kontrolliert sie, ob nicht irgendwo illegal für die Sojafelder gerodet wird. Zudem versucht die Schweizerin, privaten Urwald-Eigentümern Parzellen abzukaufen, um diese vor dem Abholzen zu retten. Die Organisation der Urwaldschützerin arbeitet mit lokalen Gruppen zusammen und wird unterstützt von Umweltorganisationen in aller Welt - zum Beispiel vom WWF und der Schweizer Stiftung Avina.

Doch all diese Bemühungen werden in Frage gestellt, als der Urwald brennt. 300 Feuerwehrleute aus Brasilien und Paraguay versuchen, die Flammen zu bändigen. Löschflugzeuge aus Argentinien kommen zu Hilfe. Viele arme Kleinbauernfamilien müssen evakuiert werden, damit sie nicht in Feuer und Rauch umkommen. Und zuletzt marschiert die Armee ein. Denn es stellt sich heraus: Es war Brandstiftung. Kann Christines Paradies gerettet werden?