Das Wetter und seine urchigen Propheten

Medium: DVD
Dauer: 55 Min.
Original: Schweizerdeutsch/Deutsch
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Das Wetter und seine urchigen Propheten

Wetterpropheten gibt es seit jeher. Sie waren wichtige Instanzen, als noch kein verlässlicher Wetterbericht zur Verfügung stand. Aber es gibt sie auch heute noch - speziell in alpinen Regionen. Wie sie auf ihre Prognosen kommen und welche Zeichen sie betrachten, verraten sie nicht gerne, obschon sie leidenschaftlich über das Wetter debattieren können. Gerade im Zeitalter von Klimaerwärmung und Treibhauseffekt haben sie teilweise dezidiert andere Ansichten als die Klimatologen und schätzen den Einfluss der Menschen als viel kleiner ein. Einige von ihnen erwarten gar eine kommende Eiszeit und sehen eine Trendwende beim Gletscherrückgang.

«DOK» begleitet fünf alpine Wetterpropheten durch die Jahreszeiten und versucht, dem Geheimnis ihrer Wetterprognose auf die Schliche zu kommen. Exklusiv für diesen Film prognostizieren sie das Sommerwetter und die Wochen während der UEFA EURO 2008.

Die fünf Wetterpropheten im Überblick:

Martin Horat, Mitglied der berühmten «Muotathaler Wetterschmöcker». Er sagt das Wetter anhand von Ameisen, Pflanzen und Kuhhörnern voraus. Was er stets mit einem Augenzwinkern erzählt, hat durchaus Hand und Fuss. Auch wenn er ab und zu danebenliegt. Er habe das Wettertalent, wie er es nennt, schon als Baby in die Wiege gelegt bekommen. Anhand seiner mehr oder weniger gefüllten Windeln habe schon sein Vater den Sommer vorausgesagt.

Georges Nellen wohnt in Naters bei Visp. Weil er als Getränkedisponent im Voraus abschätzen musste, wie viel Bier im Wallis getrunken wird, kam er vor über 30 Jahren auf das Wetterstudium. Seit Jahr und Tag widmet er sich nun dieser Wissenschaft. Er ist aufgrund seiner Statistik überzeugt, dass das Wetter in einem Siebenjahres-Zyklus verläuft. Ausserdem erwarte die Menschheit keine Klimaerwärmung, sondern eine neue Eiszeit. Er meint das durchaus ernst und kann es auch belegen.

Markus Ragaz kommt aus dem Toggenburg. Als Jüngster der fünf Propheten ist er ohne Zweifel auch der wildeste, denn seine Passion gilt nicht nur dem Wetter, sondern besonders den Stürmen. Angst scheint er keine zu kennen, denn er liebt es, irgendwo auf einer Bergkette auf 2000 Metern einen Orkan zu erleben. Damit er weiss, wo es am meisten zieht, braucht er ein gehöriges Wissen, das er sich im Selbststudium angeeignet hat.

Hermann Zurbuchen lebt in Weglosen am Fusse des Hoch-Ybrigs. Dass der gebürtige Berner von den «Ybriger Wetterschmöckern» zum Präsidenten ernannt wurde, mag erstaunen. Angesichts seines Wetterwissens überrascht das weniger. Das hat er schon von seinem Grossvater vererbt bekommen und gründet auf alten Regeln und Überlieferungen.

Heinz Brunner lebt im Berner Oberland, genauer im Lauterbrunnental. Er war jahrzehntelang für die Wettervorhersage beim Lauberhornrennen zuständig, daneben arbeitete der gelernte Zimmermann auch als Hüttenwart und Pistenpatrouilleur. Vor ziemlich genau 40 Jahren erlebte er seine actionreichste Zeit: als Stuntskifahrer bei den Dreharbeiten des James-Bond-Films auf dem Schilthorn.