Der Asylchef und die Nigerianer

Die harte Tour im Flüchtlingswesen

Medium: DVD
Dauer: 50 Min.
Original: Schweizerdeutsch/Deutsch
Untertitel: Untertitel Deutsch, Untertitel für Hörbehinderte
Produktion: 2010
Bildformat: 16:9
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Der Asylchef und die Nigerianer

«Hardliner mit Herz», nennt er sich lachend. Er hat die Seiten gewechselt: Früher war er Delegierter beim Internationalen Roten Kreuz und versorgte hungerleidende Familien in Schwarzafrika. Das sei ein guter Einstieg gewesen. Wer aber das System verändern wolle, könne nicht nur lieb und brav sein, sagt Alard du Bois-Reymond heute.

Joseph Chiakwa war ein Wirtschaftsflüchtling, der seine Hoffnung auf ein besseres Leben mit dem Tod bezahlen musste. Die meisten Asylbewerber stammen wie Joseph aus Nigeria: 1800 sind im Jahr 2009 eingereist, ein Einziger bekam Asyl. Alle andern sollen das Land verlassen. Weigern sie sich, werden sie von den Behörden am ganzen Körper gefesselt und gewaltsam ausgeschafft.

Nach Joseph Chiakwas tragischem Tod stoppt der Asylchef die Ausschaffungsflüge nach Nigeria. In der Folge setzen mehrere Kantone nigerianische Auschaffungshäftlinge auf freien Fuss. In Basel-Stadt freut sich der verurteilte Drogendealer Livinus M. auf seine unerwartete zweite Chance in der Schweiz.

Joseph Chiakwas Tod belastet die Beziehung zur nigerianischen Regierung schwer. Der Asylchef trifft sich mehrmals mit dem nigerianischen Botschafter und übt sich in Diplomatie. Das Verhältnis bessert sich. Die Nigerianer aber stellen sich eine Migrationspartnerschaft anders vor als die Schweizer.