Der Fall

Wie die UBS in den Strudel der Finanzkrise geriet

Medium: DVD
Dauer: 50 Min.
Original: Schweizerdeutsch
Untertitel: Untertitel Deutsch, Untertitel für Hörbehinderte
Produktion: 2008
Bildformat: 16:9
Der Fall

Die UBS - sie galt jahrelang als konservativ, als die sicherste Bank der Welt. Ihr Risikomanagement bewerteten die Aufsichtsbehörden als vorbildlich. Doch jetzt zeigt sich: Keine andere Bank musste in der neusten Finanzkrise so viel Abschreibungen bekannt geben wie die UBS. Die grösste Schweizer Bank geriet an den Rande das Abgrund.

Der neue Dokumentarfilm von Hansjürg Zumstein analysiert, wie es dazu kommen konnte. Der Autor des Films über die historischen Bundesratswahlen vom letzten Jahr («Die Abwahl») oder über das Ende der Swissair («Die letzten Jahre» und «Die letzten Tage») hat mit vielen Schlüsselpersonen gesprochen. Er sprach mit UBS-Händlern, die Milliarden in minderwertige amerikanische Hypotheken investierten; er diskutierte mit Behörden und Experten und analysierte zahlreiche Dokumente.

Zumsteins Film zeigt auf, wie die Führung in Zürich ahnungslos das UBS-Schiff direkt auf die Riffs zusteuerte. Während andere Banken bereits versuchten, das Steuer herumzureissen und mit allen Mitteln aus dem Markt auszusteigen, kauften die UBS-Händler noch wie wild auf dem Hypothekarmarkt ein - motiviert durch die von Zürich verordnete Profitmaximierung um fast jeden Preis. Und: Je mehr die Händler kauften, desto höher ihr Bonus. Die Führung in Zürich realisierte die drohende Katastrophe erst viel zu spät - das Risikomanagement versagte völlig.

Im Film nimmt der neue Verwaltungsratspräsident Peter Kurer erstmals ausführlich Stellung dazu, wie es zur Krise kommen konnte. Und er erklärt, wie er die UBS wieder auf Kurs bringen will.