Die Toteninsel

von Gerhard Meier

Medium: CD
Dauer: 4 Std. 4 Min.
Original: Deutsch
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Die Toteninsel

Es ist der 11. November 1977, der Tag des «Martini», des Heiligen Sankt Martin. Zwei ältere Männer, Baur und Bindschädler, befreundet seit der gemeinsamen Militärzeit, machen einen Spaziergang durch Olten. Am Schluss fängt es an zu schneien.

Das Gespräch, das Gerhard Meier seinen Protagonisten in den Mund legt, ist im Grunde unendlich, unbestimmt und frei wie der Fluss der Gedanken durch den Kopf. Baur, ein lebhafter Gedankenspieler, lässt sich vom heimatlichen Ambiente des Spaziergangs zu Beobachtungen und Erinnerungen anregen, die sein eigenes Leben betreffen: die Kindheit, das Schicksal von Familienmitgliedern und Freunden, die Lebenswelt des Dorfes, in dem er heranwuchs. Bindschädler, der stillere Ich-Erzähler, kommentiert, hört zu und stellt seine eigenen Betrachtungen an.

Über die lokalen Verhältnisse hinaus werden aber auch immer wieder Werke aus der Literatur, der Musik und der bildenden Kunst herbeizitiert. Böcklins titelgebendes Gemälde ist nur ein Bezugspunkt unter vielen. Der Tod jedoch ist immer präsent im ruhigen und unspektakulären Mäandrieren dieser Assoziationen. «Entstanden aus der Mitte und Fülle eines Daseins, das den Tod nicht fürchtet und dennoch das Leben feiert, sind Gerhard Meiers Bücher geprägt von jener Art unerschöpflicher Poesie, mit der man nie ganz wird zu Rande kommen können noch wollen.» (Roman Bucheli)

Autorentext
Gerhard Meier (1917-2008) verbrachte fast sein ganzes Leben in seinem Geburtsort Niederbipp. Nach einem abgebrochenen Ingenieurstudium arbeitete er während 33 Jahren in einer Lampenfabrik. Ab 1971 freischaffender Schriftsteller. Literaturpreise des Kantons Bern und der Schiller-Stiftung, Fontane-Preis, Gottfried-Keller-Preis, Petrarca-Preis. Bekannt wurde Gerhard Meier aber erst, als ihm Peter Handke 1979 die Hälfte seines Kafka-Preises vermachte. Meiers Werke offenbaren «die Grossartigkeit des Geringen, die Ungewöhnlichkeit des Gewöhnlichen, die Vielfältigkeit des vermeintlich Gleichförmigen.» (Peter Hamm)