Doktor Rotschnauz setzt auf Beny

Medium: DVD
Dauer: 55 Min.
Bildformat: 16:9
Doktor Rotschnauz setzt auf Beny

Beny Furrer will die 1100 Kilometer des Giro d'Eritrea als Blutspende-Botschafter fahren. Sein Auftritt inmitten von 100 jungen einheimischen Rennfahrern soll zeigen, dass das Spenden von Blut die Leistungsfähigkeit eines Mannes nicht beeinträchtigt. Sogar, wenn dieser Mann nur einen Arm hat und bereits 50 Jahre alt ist. Dass Menschen, die Blut spenden, ihre Kraft verlieren, ist in Afrika ein altes Vorurteil.

In Eritrea leben zahlreiche Invalide. Die meisten sind Kriegsversehrte: Ihre Behinderungen stammen vom langen Unabhängigkeitskampf. Viele der Kämpfer hat Martin Weber, Arzt aus Bern, vor Jahren operiert, in einem Notspital an der sudanesisch-eritreischen Grenze. Seither nennen die Eritreer den Mann mit dem einst roten buschigen Schnauz Abu Shenab Moishnung: «Der verrückte Doktor mit dem roten Schnauz».
Vor zwei Jahren überzeugte Weber das Schweizerische Rote Kreuz SRK, den populärsten Sportanlass in Eritrea als Vehikel für humanitäres Engagement einzusetzen. Jetzt ist das SRK Hauptsponsor des Giro d'Eritrea. Die Organisation betritt damit Neuland. Gleiches tun auch die beiden Schweizer: Der Berner Martin Weber amtet während des gewaltigen Rennens als Beny Furrers Coach, Wasserträger und Hilfsmechaniker, und der Oberwalliser aus Stalden war überhaupt noch nie in Afrika.

Was Weber und sein radelnder Botschafter in der atemberaubenden ostafrikanischen Szenerie erleben, zeigt dieser Film. Das Rennen, ein Erbe der italienischen Kolonialzeit, führt durch Halbwüsten und Hochebenen. Die Strassen sind schlecht, die Luft ist oft flirrend und heiss, Kamele und Affen sind Weggenossen. Wer wen schafft - der Giro d'Eritrea die Schweizer oder die Schweizer den Giro, bleibt bis zuletzt die offene Frage.

Dokumentarfilmer Urs Schnell und sein Team drehten zwischen Dezember 2005 und Februar 2006 in Bern, im Wallis und in Eritrea. Der Giro d'Eritrea fand vom 18. bis 26. Februar 2006 zum sechsten Mal statt.