Edis Paradies - Ein Schweizer Taucher in der letzten Wildnis

Medium: DVD
Dauer: 55 Min. / Bonus 24 Min.
Original: Schweizerdeutsch/Deutsch
Edis Paradies - Ein Schweizer Taucher in der letzten Wildnis

Als der Schweizer Edi Frommenwiler 1992 erstmals die Inseln von Raja Empat ansteuerte, gab es keine Informationen über dieses Gebiet, es war gleichsam ein weisser Fleck auf der Landkarte, ein Insellabyrinth von 2'000 Inseln, die meisten davon unbewohnt. Geologisch gesehen sind die Inseln Korallenformationen, die einst vor Millionen von Jahren aus dem Meer empor gepresst wurden und heute von Dschungel überwuchert sind. Dazwischen liegen die artenreichsten Korallenriffe der Welt. Und nur gelegentlich kommen einheimische Fischer vorbei.

Edi Frommenwiler (48), das zweitjüngste von zehn Kindern einer Innerschweizer Familie, versuchte sich in verschiedenen Berufen, als Mechaniker, Fernlastfahrer sowie als Reiseleiter von Abenteuerreisen, bis er beschloss, in Indonesien zu bleiben. Dabei kam er auf die verrückte Idee, sich selbst ein Schiff zu bauen. Obwohl er noch nie zuvor in seinem Leben so etwas gemacht hatte, gelang das Unterfangen und mit Hilfe von einheimischen Bootsbauern lief die Pindito, wie Edis Arche heisst, 1992 von Stapel, ein Holzschiff von 30 Metern Länge mit 16 Mann Besatzung. Seither fährt er Tauchtouristen aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich in die abgelegensten Winkel Ostindonesiens. Dort filmte er in den letzten Jahren die seltsamsten Kreaturen. Seine Passion gilt dabei nicht den grossen Tieren, sondern vielmehr den kleinen, oft fast unsichtbaren, perfekt getarnten Riffbewohnern. Er findet sie meist nur nach langer Suche und mit geübten Augen. Aufnahmen von diesen Tieren sind Edis Trophäen und im Laufe der Jahre hat er einige gefilmt, die wissenschaftlich noch nicht bestimmt sind. Das "DOK"-Team unternahm mit Edi eine Kreuzfahrt in diese marine Makrowelt, zu Skelettgarnelen, Feuerseeigeln, Zwergseepferdchen und haarigen Tintenfischen und zwar sowohl am Tag als auch in der Nacht. Daneben folgte es dem Schweizer auch in einige der vielen Höhlen, zwischen Stalaktiten und Stalagmiten, denn Edis Lebensmotto heisst: Entdecken, entdecken, entdecken. Das Resultat sind atemberaubende Bilder aus einer unbekannten Unterwasserwelt.