Flanke ins All

Medium: DVD
Dauer: 90 Min.
Original: Schweizerdeutsch
Produktion: 2006
Bildformat: 16:9
Flanke ins All

Bei Dani (Joris Gratwohl) dreht sich fast alles nur um Fussball und um den FC Zürich. Doch seine Welt bricht zusammen, als ihm Freundin Claudia (Sabine Timoteo) den Laufpass gibt. Sie sieht mit ihm keine Zukunft mehr für sich und ihren neunjährigen Sohn Nino. Zuerst wartet Dani selbstbewusst ab, auf dass Claudia ihren Entschluss bereue. Als er sie aber stattdessen kurz darauf mit dem älteren Serge an ihrer Seite sieht, kapiert Dani erst den Ernst der Lage. In wachsender Verzweiflung deckt er sich mit esoterischer Ratgeberliteratur ein und lässt sich auf einen sündhaft teuren Liebeszauber ein, um Claudia zurückzugewinnen. Dani beschwört damit unkontrollierbare Kräfte herauf, die nicht nur er und der ebenfalls fussballvernarrte Nino am eigenen Leib zu spüren bekommen, sondern auch «sein» FCZ.
Im Jahr der Fussball-WM 2006 mit Schweizer Beteiligung hat das Schweizer Fernsehen einen Fussballfilm vor inzwischen historischer Kulisse produziert: Die Dreharbeiten zur Romantic Comedy «Flanke ins All», in der sich fast - aber eben nur fast - alles um Fussball dreht, fanden vom 29. April bis 6. Juni 2006 in und um das traditionsreiche Zürcher Letzigrund-Stadion statt. Wenige Wochen später, im August, wurde mit dem Abriss begonnen, um einem Neubau Platz zu machen, der im September 2007 seiner Bestimmung übergeben werden soll.
Regie in der buchstäblich zauberhaften Romantic Comedy führte Marie-Louise Bless («Der Onkel vom Meer», «Das Paar im Kahn»), selbst bekennende Fussball- und FCZ-Anhängerin; Letzteres gilt auch für Josy Meier, die mit Eveline Stähelin und in Zusammenarbeit mit der Redaktion Fernsehfilm SF das Drehbuch entwickelte.
Zum ersten Mal in den Hauptrollen eines Schweizer Fernsehfilms sind ein Schauspieler und eine Schauspielerin zu sehen, die bis jetzt vor allem in Deutschland bekannt geworden sind:
Joris Gratwohl spielt seit 2000 (ab Folge 781) in der «Lindenstrasse» den «Alexander Behrend». Vor seiner Schauspielausbildung an der San Diego State University (USA) und an der European Film Actor School in Zürich war Gratwohl (geboren 1973 in Olten) von 1994 bis 1995 als Fussballprofi beim FC Aarau in der Nationalliga A engagiert. Dies prädestinierte ihn für eine Nebenrolle als Fussballspieler in Sönke Wortmanns «Das Wunder von Bern» (2002). Zuletzt zu sehen war er im Schweizer Kinoerfolg «Grounding» von Michael Steiner.
Sabine Timoteo wurde 1976 in Bern geboren, wuchs aber in den USA und in Lausanne auf. Sie hatte bereits eine Tanzausbildung und eine Lehre als Köchin absolviert, als sie 1996 aus einem Schauspiel-Workshop heraus für «L'amour, l'argent, l'amour» entdeckt wurde. Der Film, der erst 2000 in die Kinos kam, war der Auftakt zu einer inzwischen beachtlichen Filmografie. Zeitgleich mit «Flanke ins All» stand Sabine Timoteo, inzwischen eine der meistbeschäftigten Filmschauspielerinnen im deutschen Sprachraum, für die Komödie «Kleine Fische» (Ausstrahlung voraussichtlich im März 2007) vor der Kamera, und soeben wurde der Thriller «Nebenwirkungen» mit ihr in der Hauptrolle abgedreht. Beides sind ebenfalls Fernsehfilme in der Reihe «Schweizer Film SF».

Bonus: Making of, Standfotos, Fotos vom Dreh, Pressemappe als PDF