Katja, Valentina, Marina

Eine russische Trilogie

Medium: DVD
Dauer: 50 Min.
Original: Deutsch
Sprachen: Russisch
Untertitel: Untertitel für Hörbehinderte
Produktion: 2011
Bildformat: 16:9
Katja, Valentina, Marina

Vor 20 Jahren war der Kalte Krieg zu Ende, und die politische Landkarte Europas wurde auf den Kopf gestellt. Die Sowjetunion brach in kürzester Zeit zusammen, und aus den Trümmern entstanden neue Staaten. In Russland veränderte sich das Leben von Millionen von Menschen radikal.

Christoph Müller, der Autor des Films, war anfangs der 1990er-Jahre Korrespondent des Schweizer Fernsehens in Moskau. Damals drehte er zum ersten Mal mit den drei Protagonistinnen, die er während der vergangenen 20 Jahre immer wieder besucht hat. Die drei Biografien bilden ein Kaleidoskop der dramatischen Umwälzungen Russlands.

«Mich interessiert, wie die grosse Politik die Befindlichkeit und die Lebenschancen der gewöhnlichen Leute beeinflusst hat» sagt Christoph Müller.

Und dies sind die drei Frauen, die stellvertretend für ein ganzes Volk stehen:

Katja: Sie war 1991 genau 20 Jahre alt und stellte sich vor dem Weissen Haus in Moskau gegen die Putschisten. Diese hatten versucht, den damaligen Präsidenten der Sowjetunion, Michael Gorbatschow, zu stürzen. Der missglückte Putsch riss das ganze System in den Abgrund: Vier Monate später gab es die Sowjetunion nicht mehr. Der Film begleitet das Leben von Katja über 20 Jahre.

Valentina: Sie scheint alles Elend des neuen Russlands auf ihren Schultern tragen zu müssen. 1985 mussten sie und ihre Familie aus Weissrussland wegziehen, weil sie in einem von der Atomkatastrophe in Tschernobyl betroffenen Gebiet lebten; später verlor sie ihren ältesten Sohn in Tschetschenien.

Marina: Die Biologin aus Sibirien hatte die Zeichen der Zeit schnell erkannt und begann in den frühen Neunzigerjahren ihr eigenes «Business» aufzuziehen. In der Zwischenzeit gehört ihr die drittgrösste Gartenbaufirma Moskaus. Sie lebt in einer prächtigen Villa, hat eine grosse Familie und ist rundum glücklich.