Markus Borner - ein Leben für die Serengeti

Medium: DVD
Dauer: 55 Min.
Original: Schweizerdeutsch
Untertitel: Untertitel Deutsch, Untertitel für Hörbehinderte
Bildformat: 16:9
Markus Borner - ein Leben für die Serengeti

1977 kam der Schweizer Zoologe Markus Borner auf die Insel Rubondo im Lake Viktoria, um einen tansanischen Nationalpark aufzubauen. Geholt hatte ihn der berühmte deutsche Professor Bernhard Grzimek, Autor von Film und Buch «Serengeti darf nicht sterben». Nur schon die Anreise zur entlegenen Insel mit seiner Frau und zwei Kleinkindern war damals ein Abenteuer für sich. 1984 gab ihm Grzimek den Auftrag, in der Serengeti die Basis der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) aufzubauen, und so zog er mit seiner Familie nach Seronera, im Herzen des jungen Nationalparks.

Nach dem Tod seines Mentors Grzimek im Jahr 1987 wurde er dessen Nachfolger und mittlerweile koordiniert er das ganze Afrikaprogramm der ZGF von der Serengeti aus. Sein wichtigstes Arbeits- und Transportmittel sowie seine Leidenschaft ist die zebragestreifte Cessna der ZGF. Seit Grzimeks Zeiten dient sie für Zählflüge der wandernden Tierherden (Gnus und Zebras) und zum Einkaufen im rund 1,5 Flugstunden entfernten Nairobi, der Hauptstadt Kenias.

Man sagt, wer ein Mal die afrikanische Natur und Tierwelt gesehen hat, der leide unter einer Sucht, der «Maladie d'Afrique», und versucht immer wieder, dorthin zurückzukehren. Der Film zeigt, was für eine ungeheure Sogwirkung Afrika auf Markus Borner ausübt und wie er sein ganzes Leben dieser Maladie unterwarf. Seit 30 Jahren setzt er sich mit Haut und Haaren für den Naturschutz in der Serengeti ein, obwohl sein Privatleben daran zerbrochen ist. Er sei «mit seinem Beruf verheiratet», meint er.

Das «DOK»-Team folgte dem 62-jährigen Schweizer auf seinen abenteuerlichen Missionen mit der zebragestreiften Cessna und erlebte ihn als mutigen, engagierten Naturschützer, als geschickten afrikanischen Taktierer, als unbestechlichen Delegierten, aber auch als motivierenden Teamchef. Als während der Dreharbeiten plötzlich Wildhunde vergiftet aufgefunden wurden, filmte das «DOK»-Team einen emotionell aufgewühlten, aber trotzdem besonnen agierenden Markus Borner.