Monseñor Romero

Spurensuche in El Salvador

Medium: DVD
Dauer: 30 Min.
Original: Deutsch
Produktion: 2010 / 1980
Bildformat: 16:9 / 4:3
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Vor genau 30 Jahren wurde Erzbischof Oscar Romero (1917 bis 1980) in San Salvador während einer Messe ermordet. Das Attentat gegen den unbequemen Mahner für Gerechtigkeit war der Startschuss für den Bürgerkrieg, der zwölf Jahre dauern und 75'000 Todesopfer fordern sollte.
Im Volk wird der Märtyrer Romero längst als Heiliger verehrt. Doch die Kirche tut sich mit seiner Seligsprechung schwer, weil er «von Katholiken ermordet wurde», wie der zuständige Bischof sagt. Die Reportage folgt den Spuren von Monseñor Romero, dem die beiden Autoren bereits 1979 einen preisgekrönten Film gewidmet hatten. Sie zeigt den bis heute anhaltenden Einfluss Romeros: Der Staatspräsident beruft sich auf den Erzbischof als Leitbild, und im Büro des ehemaligen Guerillakommandanten und heutigen Ministers hängt sein Porträt.
Obwohl der Bürgerkrieg zu Ende ist, fühlen sich die Salvadorianer nicht sicher. Die berüchtigten Jugendbanden sorgen für die höchste Kriminalitätsrate in Lateinamerika, denn die sozialen Probleme sind weiterhin ungelöst.
Ebenfalls auf dieser DVD enthalten ist folgender Film:
El Salvador – Der Erzbischof ist subersiv. Ein Film von Otto C. Honegger
Dieses historische Dokument entstand vor 30 Jahren im Auftrag des Schweizer Fernsehens.
Die Weltöffentlichkeit richtete damals ihren Blick auf Zentralamerika, den „Hinterhof der USA“, wo es nach amerikanischer Doktrin darum ging, einen Krieg gegen die Ausbreitung des internationalen Kommunismus zu führen.
Die Revolution der linksgerichteten Sandinisten in Nicaragua von 1979 beflügelte die Oppositionsbewegung in El Salvador, die sich gegen die ungerechte Verteilung von Land und Reichtum wehrte. Die Diktatur schlug hart zurück. Die Kirche stellte sich in diesem tiefkatholischen Land zunehmend auf die Seite der protestierenden Studenten und Bauern. Allen voran der früher konservativ eingestellte Erzbischof von El Salvador, Oscar Arnulfo Romero.
In dieser hochexplosiven Situation drehten der damals jungen Journalisten Otto C. Honegger und Oswald Iten eine packende Reportage. Sie begleiteten den engagierten Kirchenmann, zeigten aber auch die Armut, die Guerilla, die Militärs. Fünf Monate nach Ausstrahlung des Films wurde Romero ermordet. Es war die Initialzündung für einen 12 Jahre dauernden Bürgerkrieg.
Der Film gewann 1980 den Prix Unda Monte Carlo