Stuckrad bei den Schweizern

Medium: Doppel-DVD
Dauer: 225 Min.
Original: Schweizerdeutsch/Deutsch
Stuckrad bei den Schweizern

Folge 1:
Benjamin von Stuckrad-Barre will sich in der Schweiz niederlassen. Er nimmt das Land deshalb tüchtig unter die Lupe. In der heutigen Ausgabe lässt er sich vom verrückten Taxifahrer «Prince» durch Zürich chauffieren und trifft sich mit Kurt Aeschbacher. «Stuckrad bei den Schweizern» ist eine satirische Doku-Serie, die nicht nur unterhält, sondern uns auf verblüffende Art zeigen soll, wer wir eigentlich sind.
Der 29-jährige Benjamin von Stuckrad-Barre ist Schriftsteller und Journalist und lebt in Zürich. Er wurde in Bremen geboren. Stuckrad-Barre gehört zu den erfolgreichsten deutschen Jungliteraten (Soloalbum, Blackbox, Remix 1 & 2). Seine Lesungen gleichen Popshows, bei denen Zuschauerinnen und Zuschauer nicht wissen, was passieren wird - ebenso wenig er. Benjamin von Stuckrad-Barre hatte bereits mehrere eigene Shows im deutschen Fernsehen, sein erfolgreichster Roman (Soloalbum) wurde fürs Kino verfilmt.
Folge 2:
Benjamin von Stuckrad-Barre kommt am Bahnhof von Urnäsch an. Er hat von einem magischen Kraftort gehört, den er unbedingt besichtigen möchte. Um dorthin zu gelangen, muss er ein Postauto nehmen. Aber wie sieht so ein Postauto aus? Gelb. Aber wie gross? Während Benjamin diese schwierige Aufgabe erledigt, lernt er einen Bäcker kennen, der ein gelbes T-Shirt trägt. Ein Bäcker-Pöstler?
Benjamin trifft auf Bänziger, ein Streichmusiker einer bekannten Appenzeller Streichformation. Bei einem Spaziergang lässt er sich die schöne Aussicht auf Urnäsch zeigen. Typisch: Der Städter hat das falsche Schuhwerk an. Die beiden Männer schauen sich im Fernseher eine Aufzeichnung an. Seine erste Berührung mit helvetischer Folklore.
Benjamin kommt an einem niedrigen Reihenhaus vorbei. Aus einem Fenster schaut ein kleiner Mann heraus. Es ist der Chlösterli-Albert. Ein knorriges Mannli, mit einem schiefen Gang, krummer als eine Krumme.
Benjamin entdeckt, dass eine Schafherde nicht besonders erpicht darauf ist, seine Bekanntschaft zu machen. Das erinnert ihn an gewisse Erfahrungen mit schönen Zürcherinnen.
Benjamin sucht noch immer den Kraftort. Kurz vor dem Ziel trifft er auf eine weise Frau beim Holzsammeln. Von Stuckrad-Barre lernt, dass der Kraftort ganz viele Bovis-Einheiten vorzuweisen hat. Aber was um Himmels Willen sind Bovis? Dass es sich dabei um Energieeinheiten, benannt nach ihrem Begründer, dem Physiker Alfred Bovis handelt, bleibt ihm vorenthalten. Trotzdem stürzt er sich ins Kraftfeld. Und siehe da - es wirkt. Mitten drin lebt der scharfzüngige Autor auf, knapp daneben wird ihm alles matt und fahl. Da hilft nur noch der Rückzug ins Flachland.
Folge 3:
Benjamin von Stuckrad-Barre ist ein zweites Mal in Zürich unterwegs. Er sucht einen Job. Vielleicht kann man ihm im weltgrössten Personalvermittlungsbüro weiterhelfen?
Mittagspause im Restaurant «Zum Weissen Kreuz». Das ist das Reich von Blanche. Viele Berühmtheiten sollen hier schon gegessen haben. Und manchmal tanzt Blanche auf den Tischen.
Stuckrad muss Geld verdienen. Warum nicht als Marktschreier? Aufs Maul gefallen ist er jedenfalls nicht.
Benjamin streift mit Chris von Rohr durch die Stadt. Warum hat es hier so viele Punks? Geld verdienen kann man auch so.
Der Seidenkönig von Zürich: Andi Stutz lädt ein. Und schenkt aus. Weinseligkeiten und unterhaltende Anekdoten vom berühmten Seidenstoff-Créateur.
Folge 4:
Auf der A1 durch den Transitkanton Aargau unterhält sich Stuckrad mit einer blonden Lastwagenfahrerin über Frauen, harte Männer und die Einsamkeit der Landstrasse. Obwohl er nicht Auto fahren kann, gewinnt er ein Rennen auf der Gokart-Bahn in Spreitenbach und macht sich auf die Suche nach dem Ur-Aargauer-Spassvogel Peach Weber.
Folge 5:
Stuckrad erkennt, dass er nicht den gleichen Humor hat wie Peach Weber. Sucht im Shoppingcenter Spreitenbach - dem Herzen des Aargau - nach weissen Socken und der richtigen Frisur und findet in der Lebensmittelabteilung der Migros eine Dame, die ihm die Abgründe der menschlichen Sexualität erklärt.
Folge 6:
Auf zum Pferderennen. Soll Stuckrad auch mitwetten? Vielleicht kann ihm Vera Dillier gute Tipps geben, auf welches Pferd zu setzen sich lohnt.
Beim White Turf: Der Jetset feiert sich selbst. Was ist hier der letzte Schrei? Kommt Stuckrad auch ins VIP-Zelt? Oder gilt ein Schriftsteller eben doch nicht als very important person?
Luxuskontrastprogramm. Stuckrad trifft einen Schweinemäster. Was die Reichen auf ihren Tellern übrig lassen, landet bei Danco Mottis Mastsäuen im Trog. Dass diese am Ende wieder auf den Tellern der Reichen landen, ist nur konsequent.
Folge 7:
Benjamin fährt mit dem Zug nach Luzern. Schliesslich gehört die SBB nicht nur zum festen Inventar Schweizer Kulturgutes, sondern ist selber zu einer Art Legende geworden. Im Zug unterzieht er die Fahrgäste einem spontanen Geschichts-Test. Ist Tell ein Held? Die Ergebnisse überraschen.
Am Bahnhof Luzern wird Stuckrad vom Erfinder der neuen National-Hymne, Mr. Evergreen, empfangen. Beim Löwendenkmal. Herr Evergreen macht für Benjamin eine kleine Führung, und dieser fragt Strassenpassanten, was das Löwendenkmal mit der Schweiz zu tun hat. Keine leichte Frage. Die Nationalhymne wird gesungen. Neuer Text, alter Text - kein alter Zopf, aber was ist jetzt besser?
Genug theoretische Fitness für den Kopf. Stuckrads Körper braucht Bewegung. Ab geht es zu einer bekannten Fitness- und Tanzinstruktorin: Daniela Baumann. Auch bekannt als Ex-Frau von Nationalheld DJ Bobo. Ob Stuckrad zum Hiphop-Tanzen taugt?
Folge 8:
Stuckrad hat Vielversprechendes gehört. In der Schweiz gibt es einen Kanton, in dem die Leute einen geheimnisvollen Dialekt reden, in dem Kampfkühe trainiert werden und ein Hotelkönig leben soll.
Der Schriftsteller macht sich auf ins Rhone-Tal. Und begibt sich auf die ungewisse Suche nach beinharten Schwingern, einem Hotelkönig, der mal Skiakrobat war, und nach dem Wesen des Wallisers an sich.
Folge 9:
Stuckrad in der Sonnenstube. Von der Sehnsucht nach Wärme getrieben wurden vor Jahren einige Zeitgenossen zu Aussteigern, die genug von der modernen Zivilisation hatten. Der Schriftsteller spürt eine solche Familie in Indemini auf.
Weil die Wärme der Sonnenstube auf sein Gemüt schlägt, versucht Stuckrad dann, das Herz von Melanie Winiger zu erobern. Dafür geht er sogar baden. Und zwar kalt.
Und schliesslich: Stuckrad auf Gullivers Spuren. Der Deutsche nimmt grossen Abschied von der kleinen Schweiz in Swissminiatur.