Uhrenparadies Schweiz Kathrin Winzenried auf Zeitreise im Jura

Medium: DVD
Dauer: 50 Min.
Untertitel: Untertitel Deutsch, Untertitel für Hörbehinderte
Produktion: 2011
Bildformat: 16:9
Uhrenparadies Schweiz Kathrin Winzenried auf Zeitreise im Jura

In einer filmischen Zeitreise geht Kathrin Winzenried der wechselvollen Geschichte der Schweizer Uhrenindustrie nach. Sie trifft begnadete Uhrmacher und passionierte Uhrenindustrielle. Etwa Kurt Klaus, der für die IWC Schaffhausen einen ewigen Kalender für die kostbare «Da Vinci»-Armbanduhr entwarf. Oder Rolf Portmann von der Uhrenfirma Oris, der während des Niedergangs der Uhrenindustrie fast die ganze Belegschaft entlassen musste. Marc Hayek, der Enkel des grossen Uhrenunternehmers Nicolas Hayek, zeigt ihr die traditionsreiche Breguet-Manufaktur. Und Nick Hayek, heutiger CEO der Swatch Group, des grössten Uhrenkonzerns der Welt, erzählt, warum sein Vater Nicolas überhaupt in die Uhrenindustrie einstieg und wie er diese aus der Krise führte.

Die legendären Anfänge der Schweizer Uhrenindustrie liegen weit zurück. Es waren Nachkommen der Hugenotten, die sich im 17. Jahrhundert in den einsamen Juratälern niederliessen und die Tradition des Uhrhandwerks begründeten. Dort entstanden Manufakturen, später Fabriken entlang des sogenannten Uhrenbogens. In ihnen wurde mit höchster Präzision die Uhrmacherkunst perfektioniert. Ein glorreicher Höhepunkt war - auch für die Schweizer Uhrenindustrie - die erste Mondlandung, bei der die Astronauten eine Omega am Handgelenk trugen.

Doch auf Höhepunkte folgten immer wieder Krisen. Ab Mitte der 1970er-Jahre kamen präzise und billige Quarzuhren auf den Markt. Der Verkauf von mechanischen Uhren aus der Schweiz brach ein. Zehntausende Angestellte verloren ihre Arbeit. Um den Billiguhren-Weltmarkt von Japan und den USA zurückzuerobern, erfand Nicolas Hayek (1928 bis 2010) die Swatch. Mit dieser Marke und den Umstrukturierungen der Uhrenindustrie hat der in Beirut geborene Unternehmer diesen Industriezweig nachhaltig verändert und massgeblich zu dessen Rettung beigetragen.

Neben dem Siegeszug der elektronischen Uhr erlebte auch die mechanische Uhr wieder einen Aufschwung. Die passionierten Uhrenmacher glaubten unerschütterlich an sie, entwickelten sie weiter und verhalfen ihr im Zug der 1990er-Jahre zu neuem Ruhm. Über 70 Prozent der Wertschöpfung bringt der Uhrenindustrie seit rund zehn Jahren ausgerechnet die mechanische Uhr, die in den Siebzigern tot gesagt wurde. 2010 exportierte die Schweiz 26 Millionen Fertiguhren im Wert von gut 15 Milliarden Franken.