Vater, unser Wille geschehe

Medium: DVD
Dauer: 90 Min.
Original: Schweizerdeutsch
Untertitel: Untertitel Deutsch, Untertitel für Hörbehinderte
Produktion: 2011
Bildformat: 16:9
Vater, unser Wille geschehe

Peter Aebi, 60 (Erich Sommer), reformierter Pfarrer von Thundorf im Kanton Thurgau, liegt seit einem schweren Autounfall im Koma. Die Wahrscheinlichkeit, dass er jemals wieder zu Bewusstsein kommen wird, ist gering. Also kommen die drei erwachsenen Aebi-Kinder im elterlichen Pfarrhaus zusammen, um ihrer desorientierten und depressiven Mutter Katharina, 56 (Charlotte Schwab), beizustehen.
Silvia, 33 (Marie Leuenberger), hat es als Assistenzärztin am nahe gelegenen Kantonsspital nicht weit: Sie wohnt noch immer zu Hause. Ihr Verhältnis zu Vater und Mutter ist angespannt. Auf den richtigen Mann in ihrem Leben wartet sie bislang vergeblich.

Nesthäkchen Johannes, 28 (Roland Bonjour), ist mit einem lilafarbenen Cabrio aus Berlin angereist, obschon sein Handy buchstäblich heiss läuft: Ein Kunde der von ihm gemanagten Solarium-Kette Swissun hat Verbrennungen dritten Grades erlitten.

Besonderer Druck lastet auf Eddi, 36 (Martin Rapold). Wie sein Vater ist er Pfarrer geworden, obwohl er in den Augen Silvias völlig ungeeignet für den Beruf ist. Und nun ist ihm auch noch seine Frau davongelaufen - mitsamt den beiden Buben.
Gemeinsam müssen die Aebis eine Entscheidung treffen: Soll das Leben des vor sich hinvegetierenden Ehemanns und Vaters um jeden Preis verlängert werden, wozu sich Silvia als Ärztin verpflichtet fühlt? Oder gibt man dem Wunsch des Vaters nach, der ausdrücklich verfügt hat, nicht künstlich am Leben erhalten zu werden?
Für Eddi ist klar: Was zählt, ist Vaters Letzter Wille. Doch Silvia glaubt, dass nicht der Pfarrer aus Eddi spricht, sondern der gekränkte Sohn. Da entwickelt Katharina plötzlich, teils zum Erstaunen, teils zum Entsetzen ihrer Kinder, eine unbändige Lebensfreude. Schuld daran ist Mika, 42 (Palffy Tibor), der vermeintliche Finne, der sich erfolglos im Pfarrhaus versteckt hat. Und die Dorfgemeinschaft - allen voran Bürgermeister Riedi (Jörg Schneider), der nach Jahren im Rollstuhl wieder gehen kann - glaubt bald felsenfest, der alte Pfarrer im Koma bewirke Wunder.