Für Basel liegt in Manchester nichts drin

Dem FC Basel ist zum Auftakt der CL-Kampagne 2017/18 im Old Trafford eine Leistungssteigerung gelungen. Dennoch wurde der Schweizer Meister im Dauerregen von Manchester United mit 0:3 kalt geduscht.

  • Rehabilitiert: Der formschwache FCB zeigt auf der grossen Bühne eine Reaktion
  • Ineffizient: Das Problem ist die Chancenauswertung – im Gegensatz zu ManUnited
  • Fellaini und Lukaku: Für die «Red Devils» treffen zwei Belgier, beide per Kopf
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Knapp daneben: Die Chance von Luca Zuffi

0:27 min, vom 12.9.2017

Nach einer halben Stunde anhaltendem Druck seitens von Manchester United gab es für Basel in der 33. Minute diesen einen Moment. Er erlaubte den Flirt mit einem verwegenen Traum. Doch der kraftvolle Abschluss von Luca Zuffi aus optimaler Position segelte am Pfosten vorbei.

Im Gegenzug kassierte der Schweizer Meister das sich abzeichnende 0:1. Der 1,94-m-Mann Marouane Fellaini stieg in der 35. Minute im Strafraum unbedrängt hoch und netzte nach Ashley Youngs Flanke per Kopf ein. Der belgische Nationalspieler hatte früh den ausgeschiedenen Paul Pogba ersetzt.

Die Chance auf einen Nadelstich

Die Lufthohheit. Sie gehörte auch in der Folge den Platzherren. Deshalb entschied Romelu Lukaku nach einem Corner das Kopfballduell mit Eder Balanta und erhöhte in der 53. Minute auf 2:0. Doppeltes Déjà-vu also: Es traf der nächste Belgier per Kopf.

Damit hatte es sich endgültig ausgeträumt für das Team von Trainer Raphael Wicky im «Theatre of Dreams». Doch trotz seiner Alltagssorgen in der heimischen Liga ergab sich der Underdog nicht einfach seinem Schicksal.

«  Diese Mannschaft lebt und hat grossen Charakter gezeigt. »

Raphael Wicky

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Manuel Akanji: «Es ist viel Enttäuschung dabei»

1:59 min, vom 12.9.2017

Die zuletzt heftig kritisierten Basler verkauften ihre Haut so teuer wie möglich und hatten dank Mohamed Elyounoussis Gelegenheit (64.) nochmals die Chance auf einen Nadelstich. Stattdessen bekamen sie eine Lektion erteilt – eine in Sachen Effizienz. So traf Marcus Rashford in der 84. Minute zum 3:0-Schlussstand.

Das nüchterne Resultat sprach nicht für den FCB. Trotzdem hielt Trainer Wicky differenziert fest: «Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir bald da stehen, wo wir wirklich hinwollen. Denn diese Mannschaft lebt und hat grossen Charakter gezeigt.»

Seferovics Goal ohne Wert

Im 2. Spiel der Gruppe A kam ZSKA Moskau bei Benfica Lissabon zu einem 2:1-Sieg. Haris Seferovic eröffnete in der 50. Minute das Skore. Die Russen, im Playoff Bezwinger der Young Boys, führten innert 8 Minuten aber die Wende herbei.

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Benfica Lissabon - ZSKA Moskau

4:34 min, vom 12.9.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.09.2017 20:10 Uhr