Los Angeles 2028: Zurück an Kaliforniens Sonne

Los Angeles, die «Stadt der Filmträume» am Pazifik, ist zum dritten Mal nach 1932 und 1984 Olympia-Gastgeber. Das IOC hofft auf einen ähnlich sonnigen Effekt wie 1984.

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Los Angeles stellt sich vor

5:11 min, vom 13.9.2017

«Folge der Sonne» lautet das Motto von Los Angeles, und das IOC liess sich nicht lange bitten. In Zeiten dunkler Doping- und Korruptionsskandale kann die Olympische Familie Licht und Wärme gut gebrauchen. L.A. erhielt den Olympia-Zuschlag zwar erst für 2028, doch die Bewerbung der Amerikaner hatte viele IOC-Mitglieder einfach umgehauen.

«Modern», «vibrierend» und «cool» schwärmte Patrick Baum, Chef der Evaluierungskommission des IOC, nach seiner letzten Inspektion. L.A. nutze mit der Traumwelt Hollywood «seinen Hang zum Geschichtenerzählen, seine kreative Energie und seine modernen Technologien.»

Privat finanzierte Spiele

Viele Probleme fallen in Los Angeles weg. Da es sich um ein privat finanziertes Konzept handelt, wird es keinen Krach über öffentliche Gelder geben. Auch drohen keine Geisterstadien, weil die Sportstätten vor und nach den Spielen voll im Betrieb sind. Und die Bevölkerung steht anders als in anderen Metropolen hinter Olympia: 78 Prozent der Angelenos freuen sich auf die Spiele.

«  Modern, vibrierend und cool »

Patrick Baum
Chef der Evaluierungskommission

In den letzten Jahren wurden Milliarden in Sportstätten investiert. Bis auf das Banc of California Stadium und eine Arena am Hollywood Park stehen alle Anlagen. Kostspielige Infrastruktur-Projekte sind nicht nötig. Mit 4,8 Milliarden Euro ist das Budget moderat angelegt.

Bewährte und bekannte Wettkampfstätten

Vorzeigestück der Wettkampfstätten ist das Memorial Coliseum (93'000 Plätze), das bereits 1932 und 1984 als Olympiastadion diente. In der «Grand Old Lady» sollen Eröffnungs- und Schlussfeier sowie die Leichtathletik-Wettbewerbe stattfinden.

Weitere bekannte Arenen sind das Staples Center (Basketball) und das Rose Bowl Stadium (Fussball), in dem vor über 90'000 Zuschauern der WM-Final 1994 zwischen Brasilien und Italien stattfand.

Die völlig dehydrierte Schweizer Marathon-Läuferin Gaby Andersen-Schiess beim Zieleinlauf 1984 in Los Angeles.

Bildlegende: Ein Bild für die Ewigkeit Die völlig dehydrierte Schweizer Marathon-Läuferin Gaby Andersen-Schiess beim Zieleinlauf 1984 in Los Angeles. imago

Sendebezug: Radio SRF 1, 13.09.2017, Abendbulletin, 18:45 Uhr