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Aus dem Archiv: Ende 2018 hat die US-Notenbank den Leitzins erhöht
Aus HeuteMorgen vom 20.12.2018

Mit der jüngsten Ankündigung setzt die Bank ihren vorsichtigen Kurs fort. Notenbankchef Jerome Powell hatte im Januar erklärt, dass bei der Geldpolitik Geduld angesagt sei, da sich das Wirtschaftswachstum in den USA abgeschwächt habe.

US-Präsident Donald Trump hatte die Notenbank zuvor mehrmals dazu aufgefordert, keine weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen, um die Konjunktur nicht abzuwürgen.

Druck aus dem Weissen Haus

Die Fed lässt erheblich mehr Geld auf den Märkten. In der Boomphase hatte die Notenbank damit begonnen, zuvor während der Krise aufgekaufte Anleihen wieder abzustossen – im Wert von 30 Milliarden Dollar pro Monat. Dieses Programm soll nun von Mai an deutlich verlangsamt werden – auf 15 Milliarden Dollar pro Monat. Ende September soll es dann sogar ganz eingestellt werden.

«Letztlich tut es die Fed der EZB gleich, allerdings auf einem unterschiedlichen Leitzinsniveau», kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP-Bank. Möglicherweise beuge man sich mit diesem Entscheid zumindest ein Stück weit dem Druck aus dem Weissen Haus.