Die Veranstalterin des Formel E-Rennens in Bern, die Swiss E-Prix Operations AG, hat finanzielle Probleme. Mehrere Lieferanten sitzen auf offenen Rechnungen. Es handle sich um einen mittleren, sechststelligen Betrag, sagt Stephan Oehen, Mediensprecher der Veranstalterin.

Bei der Demo vor dem Rennen entstanden Sachschäden, laut den E-Prix-Veranstaltern in der Höhe von 400'000 Franken. Keystone

Hauptgrund für die Finanzprobleme seien die Sachschäden, die nach der Demonstration vor dem Rennen entstanden sind. Oehen spricht von Schäden in der Höhe von 400'000 Franken.

«  Aufgrund der Demonstration mussten wir die Sicherheitsmassnahmen massiv hinauffahren.  »
Stephan Oehen
Mediensprecher Swiss-E-Prix

Es habe deutlich mehr Security aufgeboten werden müssen, damit das Rennen sicher habe durchgeführt werden können. Diese erheblichen Kosten seien nicht budgetiert gewesen, sagt Oehen weiter.

Auch die Stadt Bern betroffen

Der Stadt Bern wurden rund 650'000 Franken rund um das Formel E Rennen noch nicht bezahlt, sagt der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause gegenüber dem Regionaljournal. Die Stadt habe zum Teil bereits Mahnungen geschickt. Die Steuerzahler müssen jedoch nicht in die Bresche springen.

«  Für die Steuerzahler entsteht kein finanzieller Schaden.  »
Reto Nause
Gemeinderat Stadt Bern

Die Stadt Bern hat mit der Bank Julius Bär eine Bankgarantie über 900'000 Franken abgeschlossen. Diese übernimmt die Kosten, sobald die Zahlungsfristen abgelaufen sind.

Bis Ende Jahr eine Lösung

Die Veranstalterin will nun gemeinsam mit Partnern und Investoren bis Ende Jahr eine Lösung suchen, um das fehlende Geld aufzutreiben. 2022 soll dann das nächste Rennen in der Schweiz stattfinden.