Neu im Nationalrat sitzen für die Grünen Christine Badertscher und Kilian Baumann, für die GLP Melanie Mettler. Andreas Gafner zieht für die EDU ins Bundeshaus. Ein neues Gesicht gibt es auch bei der SP mit der ehemaligen Juso-Präsidentin Tamara Funiciello.

Vier Bisherige müssen ihren Sitz räumen

Vier bisherige Nationalräte wurden nicht wiedergewählt: Heinz Siegenthaler (BDP), Corrado Pardini und Adrian Wüthrich (beide SP) und Manfred Bühler (SVP). Mit der Abwahl von Bühler ist der Berner Jura nicht mehr im Nationalrat vertreten.

Weil der Kanton Bern weniger stark gewachsen ist als andere Kantone, hat er neu nur noch 24 statt 25 Nationalratssitze.

Grosse Gewinner sind die Grünen. Die Präsidentin der Kantonalpartei, Nathalie Imboden, sagt gegenüber Radio SRF: «Das ist überwältigend. Das Resultat zeigt, dass die Wählerinnen und Wähler eine Veränderung wünschen. Davor habe ich jedoch auch Respekt.»

«  Das ist überwältigend.  »
Nathalie Imboden
Präsidentin Grüne Kanton Bern

Werner Salzmann (SVP) wurde zwar wiedergewählt, aber seine Partei verlor zwei Sitze. Überwiegt nun Freude über die Wiederwahl oder Trauer um die Sitzverluste? «Nationalratswahlen sind ein Teamwettkampf. Deshalb bin ich eher traurig.» Die Partei habe schlecht mobilisieren können, auch das Zugpferd Adrian Amstutz, der nicht mehr antrat, habe gefehlt.

Werner Salzmann: «Ich bin enttäuscht als Parteipräsident»
01:11 min, aus News-Clip vom 20.10.2019

Die neu gewählte Tamara Funiciello (SP) freut sich über ihre Wahl. Ihre Freude sei durch die Nicht-Wahl von zwei Parteikollegen jedoch getrübt, wie sie gegenüber Radio SRF sagt: «Adrian Wüthrich und Corrado Pardini sind sehr profilierte Politiker. Gerade Pardini steht mir persönlich sehr nahe, deshalb habe ich auch gemischte Gefühle.»

Tamara Funiciello (SP): Trotz ihrer Wahl überwiegt der Frust
01:12 min, aus News-Clip vom 20.10.2019