Die 4.5 Millionen Franken wurden am 1. Juli aus einem Geldtransporter gestohlen. Der Geld-Klau war offenbar keine schwierige Sache. Der Chauffeur des Geldtransporters hat nämlich mitgeholfen.

Keystone

Ein anderer, geständiger Täter soll mitgeholfen haben, die Beute in ein anderes Fahrzeug umzuladen und zu einer Garage nach Rickenbach LU zu transportieren. Vorbereitet wurde der Coup im Kanton Solothurn, deshalb ermittelt die Solothurner Staatsanwaltschaft.

Sieben Personen sitzen in Untersuchungshaft. Gegen weitere wird ermittelt. Einer sitzt in Tschechien in Haft. Er soll die Millionen entgegengenommen haben. Über die Auslieferung dieses Mannes wurde gemäss Bundesgericht noch nicht entschieden. Die 4,5 Millionen Franken sind verschwunden.

Raubüberfälle auf Geldtransporter

  • Im Kanton Waadt kommt es seit Monaten immer wieder zu bewaffneten Raubüberfällen auf Geldtransporter.
  • Zuletzt wurde am 2. Dezember in der Nähe von Daillens VD ein Geldtransporter überfallen.
  • Am vergangenen 23. August kam es in La Sarraz VD zu einem bewaffneten Raubüberfall auf zwei Geldtransporter. Mehr als zehn Täter sollen beteiligt gewesen sein.
  • Bereits Ende Juni hatte es in Mont-sur-Lausanne VD einen Überfall auf einen gepanzerten Lieferwagen gegeben. Ein Jahr zuvor war es am selben Ort ebenfalls zu einem Überfall gekommen.
  • Im April 2018 war der Lausanner Vorort Le Mont Schauplatz eines Überfalls auf ein Fahrzeug derselben Transportfirma. Die Täter hielten die Chauffeure mit gezückten Kalaschnikows in Schach.

Untersuchungen gegen mehrere Verdächtige

Die Solothurner Staatsanwaltschaft führt betreffend Diebstahl gegen insgesamt sechs namentlich bekannte Personen sowie gegen unbekannte Täterschaft eine Strafuntersuchung. Derzeit befinden sich drei Personen in Haft, wie der Medienbeauftragte Jan Lindenpütz der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mitteilte.

Wegen der Weitergabe des gestohlenen Geldes führe die Staatsanwaltschaft gegen mehrere Personen ein Verfahren wegen Hehlerei. Vier Personen befänden sich derzeit in Haft. Die Untersuchungen seien hängig.

Aus ermittlungstaktischen Gründen seien derzeit keine weiteren Auskünfte möglich, hält die Staatsanwaltschaft fest. Für sämtliche beschuldigte Personen gelte die Unschuldsvermutung.