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Antonin Dvorak: Die Mittagshexe op. 108

Nach dem Erfolg seiner 9. Sinfonie «Aus der Neuen Welt» wendet sich Antonin Dvorak einem ebenfalls sinfonischen, aber doch ganz anderen Genre zu: Der sinfonischen Dichtung. 

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In kurzer Folge entstehen ab Januar 1896 vier «musikalische Erzählungen» nach Volksballaden von Karel Jaromir Erben: «Der Wassermann», «Das goldene Spinnrad», «Die Waldtaube» und «Die Mittagshexe». In der Musik zeigt sich Dvorak von seiner verführerischen Seite, auch wenn die Geschichten alle ziemlich brachial gewalttätig sind. In der «Mittagshexe», um die es in dieser Sendung geht, steht eine überforderte Mutter einem unartigen Kind gegenüber. Die Drohung, die Mittagshexe werde es holen, wird brutale Realität: Als der Vater zu Mittag nach Hause zurückkehrt, findet er neben der bewusstlosen Mutter auch das leblose Kind.

Wie viel und welchen Ausdruck eine an sich schon ausdrucksstarke Musikerzählung braucht, das diskutieren in dieser Sendung die Musikpublizistin Verena Naegele und der Musikdramaturg Hans-Georg Hofmann zusammen mit Norbert Graf.