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Georg Friedrich Händel, Concerto grosso F-Dur op. 6 Nr. 9

Ein deutscher Komponist schreibt im Herbst 1739 in London zwölf Instrumentalkonzerte und gibt ihnen einen italienischen Titel: Ein deutlicher Hinweis auf das internationale Umfeld, in dem Georg Friedrich Händels «Concerti grossi op. 6» entstanden sind.

Die Konzerte bilden eine Sammlung, derer sich die vielen in London existierenden Profi- und Amateurensembles bedienen sollten. Händel selbst hat z.B. einzelne Concerti als Zwischenspiele bei seinen Oratorienaufführungen eingesetzt.

Die Konzerte folgen nicht dem italienischen Modell mit drei aufeinanderfolgenden Sätzen, sondern nehmen sich Arcangelo Corellis damals höchst erfolgreiche Concerti grossi (ebenfalls ein Opus 6) zum Vorbild. Die Soli sind nicht einem, sondern mehreren Instrumenten zugeordnet und die Anzahl der Sätze variiert zwischen 4 und 6. Überhaupt ist die Abwechslung einer der zentralen Aspekte dieser Musik! Fürs genaue Hinhören picken wir ein Konzert aus der Sammlung heraus, die Nummer 9 in F-Dur.

Gäste von Norbert Graf sind die Musikwissenschaftlerin Martina Papiro und die Barockgeigerin Renate Steinmann.