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Bocca della verità in Rom
Imago / agefotostock
abspielen. Laufzeit 48:55 Minuten.
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«Bocca della verità» von Friederike Mayröcker

Ein Mann schreibt aus Rom, wo er sich mehrere Wochen aufhält, Briefe an eine Frau, die er «Carissima» nennt. Die charakteristischen Plätze und die sommerliche Atmosphäre Roms lösen Erinnerungen in ihm aus. Längst verdrängte oder vergessene Gefühle und Empfindungen drängen an die Oberfläche.

Das 1977 verfasste «Assoziationshörspiel» - so der Untertitel - weist neben Wort- oder Laut- auch Bildassoziationen auf; verschiedene Bewusstseinsebenen verzahnen sich. In diesem Gewebe sind unter anderem die Grundmuster der Dualität (beispielsweise die Doppelfrau Cäcilia-Julia) und der Dreiheit auszumachen (die drei «Orte» Rom, Venedig und der erinnerte Kindheitsort; Aufspaltung der Stimme des Mannes in drei Stränge). Bedeutsam sind ferner «wiederkehrende Sprachstücke» sowie die persönliche Auseinandersetzung des Mannes mit dem Wahrheitsbegriff, wofür symbolhaft und titelgebend die steinerne Brunnenplatte Bocca della verità steht. Diese antike Maske befindet sich in der römischen Kirche Santa Maria in Cosmedin; einer mittelalterlichen Legende nach verliert jeder seine Hand, der sie ihr in den Mund legt und dabei nicht die Wahrheit sagt.

Mit: Klaus Brömmelmeier (Briefstimme, Erzählstimme und «innere Gegenstimme» Mann), Rebecca Klingenberg (Doppelstimme weiblich: Julia, Cäcilia), Janina Reinke (Erinnerungsstimme aus der Kindheit des Mannes)

Musik: Philipp Schaufelberger - Tontechnik: Tom Willen - Regie: Stephan Heilmann - Produktion: SRF 2009 - Dauer: 49'

Das Audio steht Ihnen für 30 Tage zum Nachhören zur Verfügung.

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