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IMAGO / Winfried Rothermel
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Der Mensch ist, was er isst

Der Fleischkonsum ist in Verruf gekommen. Wegen des Tierschutzes, der klimaschädlichen Auswirkungen extensiver Viehzucht, und weil pflanzliche Nahrung gesünder seien als tierische. Der Wiener Historiker Ilja Steffelbauer hat ein Buch über den Fleischkonsum geschrieben.

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Kein Nahrungsmittel polarisiert stärker als Fleisch. In seinem Buch lädt Ilja Steffelbauerzu einem Tour d'horizon durch die Ernährungsgeschichte der letzten 300.000 Jahre. Der Mensch habe sich 290.000 Jahre lang hauptsächlich von Fleisch ernährt, erklärt er. Erst als er vor sechs- bis achttausend Jahren die Landwirtschaft erfand, wechselte er zu kohlehydratreicher pflanzliche Kost. Heute spiegeln sich in der Debatte um den Fleischkonsum die sozialen und kulturellen Bruchlinien der Gesellschaft, sagt der Historiker. Der Trend zu fleischloser Ernährung erfasse vor allem die akademisch gebildeten Mittelschichten in den grösseren Städten. Sie wollten sich nicht zuletzt von der schnitzelessenden moralisch und kulturell unterscheiden.

Buchhinweis:
Ilja Steffelbauer: "Fleisch – Weshalb es die Gesellschaft spaltet, Brandstätter-Verlag, Wien, 216 Seiten, ISBN: 978-3-7106-0507-9

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