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Rassismus in den USA: Was auf den Teller kommt, ist politisch

Uncle Bens Reis, Fried Chicken, «Soul Food» sind Wahrzeichen der US-amerikanischen Küche. Sie erzählen aber auch von einem strukturellen Rassismus, der sich tief in den Alltag eingefressen hat.

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Die Black Lives Matter-Proteste haben in den letzten Monaten einmal mehr deutlich gemacht, wie tief der Rassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft verwurzelt ist. Kaum verwunderlich, dass sich diese Strukturen auch im Umgang mit Essen zeigen: Von stereotypen Lebensmittelwerbungen wie dem immer gut gelaunten Uncle Ben auf den Reispackungen über rassistische Karikaturen, die Schwarze als gierig und unkultiviert darstellen, bis hin zu traditionellen afroamerikanischen Rezepten, die Weisse für sich reklamieren.

Die Spur führt zurück in die Plantagen der Südstaaten, wo Sklaven für die weissen Herrschaften das Getreide und Gemüse nicht nur anbauten und ernteten, sondern auch kochten und servierten. Für sich selber bereiteten sie das Essen zu, das sie an ihre westafrikanische Heimat erinnerte – und schon bald auch die Plantagenbesitzer verführte. Sie verlangten nach dem aromatischen «Soul Food», das heute ein richtiger Gourmet-Trend ist.

Klar ist: Die US-amerikanische Küche und Kultur sind untrennbar mit der Arbeit verbunden, die Generationen von Afroamerikanerinnen und Afroamerikanern geleistet haben.

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