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Aleksej Iwanowitsch wird von der Tochter seines Arbeitgebers an den Spieltisch geschickt.
IMAGO / H. Tschanz-Hofmann
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2/10: «Der Spieler» von Fjodor Dostojewski

Aleksej Iwanowitsch, der noch nie in seinem Leben Roulette gespielt hat, wird von der Tochter seines Arbeitgebers an den Spieltisch geschickt. Sie braucht dringend Geld. Er ist unsterblich in sie verliebt und würde ihr jeden Wunsch erfüllen.

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Polina ist Teil der verschuldeten Familie eines Generals, die dringend Geld braucht. Doch nicht nur Aleksej bemüht sich um sie – auch ein Franzose, bei dem der General in Schulden steht sowie ein schüchterner, aber ebenfalls reicher Engländer, Mr. Astley, machen ihr Avancen.

Der General selbst hingegen ist in Mademoiselle Blanche verliebt – eine Französin mit angeblich grossem Reichtum. Doch die Heirat wird erst zustanden kommen, wenn der General wieder flüssig ist. Die Nachricht von der krank daliegenden schwerreichen Grosstante ist schon eingetroffen - und so erhofft man jede Stunde die endgültige Nachricht.

Da es in Russland zu Dostojewskis Zeiten keine Spielcasinos gab, verfielen viele Russen erst im Ausland der Spielsucht. So auch Dostojewski selbst, der 1863 zum ersten Mal mit dem Roulette in Berührung kam – und süchtig danach wurde. Er diktierte den autobiographisch gefärbten Roman «Der Spieler» 1865 der Stenografin Anna. Sie wurde später seine Frau – und übernahm die Aufsicht über seine Finanzen.

Aus dem Russischen von Gregor Jarcho
Es liest: Rainer zur Linde
Produktion: SRF 1980

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