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Linda Olsansky
SRF / Marion Nitsch
abspielen. Laufzeit 27:45 Minuten.
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6/10: «Das Eidechsenkind» von Vincenzo Todisco

Schon bald sieben Jahre lang lebt das Eidechsenkind nur in der elterlichen Wohnung. Es geht nicht zur Schule; es geht nie auf die Strasse. Im Haus hat es jeden Winkel erkundet. Doch das Verlangen ist zu gross: trotz der Gefahr nimmt es heimlich Kontakt zu anderen Menschen auf.

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Ein Leben ohne Freunde, ohne Schule, ohne Ausgang; Flüstern statt Lachen, Essen nur von Plastiktellern, damit nur ja kein Geräusch entsteht - so sah das Leben Vieler aus, die vor rund 60 Jahren als illegal eingereiste Kinder italienischer Saisonniers in der Schweiz lebten. Da sie keine Aufenthaltsbewilligung bekamen, versteckten viele Eltern ihre Kinder daheim. Der 2018 erschienene Roman «Das Eidechsenkind» des Schweizer Autors Vincenzo Todisco erzählt das Leben eines solchen Versteckkindes – und gibt zugleich detailreichen Einblick in den Lebensalltag der Gastarbeiter in den 1960er und -70er Jahren.

Es liest: Linda Olsansky
Tontechnik: Mirjam Emmenegger
Regie: Susanne Janson
Dramaturgie: Simone Karpf
Produktion: SRF 2021
Dauer: 28

Hinweis: Dies ist eine leicht gekürzte Lesung. «Das Eidechsenkind» ist in der «Edition Blau» des Rotpunktverlags erschienen.

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