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Eine Frau installiert die SwissCovid Contact Tracing App auf ihrem Smartphone.
Keystone
abspielen. Laufzeit 06:30 Minuten.
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Soll ich die SwissCovid App doch noch installieren?

Ende Juni lancierte der Bund die SwissCovid App, mit der sich Ansteckungsketten per App nachverfolgen lassen. Seither wurde die App über 2 Millionen Mal heruntergeladen, gut 14 Prozent der Bevölkerung nutzen sie. Angestrebt sind aber mindestens 20 Prozent.

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Gibt es einen Grund, die SwissCovid App nicht zu nutzen? Eigentlich nicht. Die App ist gratis und mit wenigen Klicks auf iOS- oder Android-Smartphones installiert (ab Betriebssystem 13.5 bei iOS und 6 bei Android). Wer es tut, hilft mit wenig Aufwand mit, die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus in der Schweiz zu verhindern. Und je mehr Leute die App benutzen, umso besser kann sie ihren Dienst tun.

Kein merklich erhöhter Batterieverbrauch

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beantwortet die meistgestellten Fragen zur SwissCovid App auf seiner Homepage. Zum Beispiel, ob die App nicht die Batterie des Smartphones zu sehr beansprucht. Weil die App Bluetooth Low Energy braucht und energiesparend umgesetzt wurde, ist das nicht der Fall.

Auf einem iPhone ist die App nur für etwa ein Prozent des Akkuverbrauchs verantwortlich. Bei Android-Smartphones kann diese Zahl höher liegen. Sie lässt sich senken, indem nach der Installation der App die Standortdienste deaktiviert werden.

Keine Probleme mit dem Datenschutz

Ein weiterer Grund zur Sorge ist der Datenschutz. Doch der Eidgenössische Datenschützer (EDÖB) beurteilt die App als datenschutzkonform. Auch die Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz sieht keine Probleme was den Datenschutz und das Patientenrecht angeht.

Die App sammelt weder Standortdaten noch Daten über die Identität der Benutzer oder die Identität der Personen, in deren Nähe diese waren. Nur im Falle einer Infektion wird der private Schlüssel vom Gerät des Infizierten an einen Server geschickt, der von den Behörden bereitgestellt wird. Die App greift auch nicht auf Kontaktdaten oder Adressbücher zu.

Schutz für die Nächsten und sich selber

Es gibt also kaum einen Grund, die SwissCovid App nicht zu nutzen. Dafür gute Gründe, das zu tun: Zusammen mit anderen Massnahmen wie der Einhaltung von Hygieneregeln, dem Maskentragen und dem herkömmlichen Nachverfolgen der Infektionsketten ist sie ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus in der Schweiz.

Und die App bringt ihren Nutzerinnen und Nutzern auch persönliche Vorteile: Sie können ihre Nächsten und ihre Familie besser schützen und können sich frühzeitig auf eine mögliche Ansteckung testen lassen. So lassen sich auch unschöne Überraschungen vermeiden, damit man nicht unwissend infiziert ins Ausland reist und dort dann in Quarantäne gesteckt wird.