Brooke Candy: «Strippen und Rappen unterscheidet sich kaum»

Sie ist lesbisch, war früher Stripperin und behauptet sich als Rapperin in einer Männerwelt. Das sehr offene Interview mit der Amerikanerin, die Haarereissen okay findet.

mit Christina Lang (SRF 3) und Pablo Vögtli (SRF Virus).

Bildlegende: Brooke Candy mit Christina Lang (SRF 3) und Pablo Vögtli (SRF Virus). SRF Virus/Manuela Kosch

Im Hip-Hop-Business ist sie eine Art bunter Hund. Eine Mischung aus Madonna in ihrer «Vogue»-Phase, Tank Girl und einer modernen, selbstbewussten Rapperin. Ihre Songs tragen Tiitel wie «I Wanna Fuck Right Now».

Im Interview mit Christina Lang betonte sie, wie wichtig ihr der Kontakt zum Publikum sei. Sie habe gar nichts gegen Körperkontakt. Sogar Haarereissen sei für sie kein Problem. «Ich mag es, wenn das Publikum mich anfasst.»

Das Lieblingswort von Brooke Candy, verewigt von ihr auf den T-Shirts von Christina Lang und Sascha Rossier.

Bildlegende: Pussy Das Lieblingswort von Brooke Candy, verewigt von ihr auf den T-Shirts von Christina Lang und Sascha Rossier. SRF Virus/Manuela Kosch

Angepisste sollen bitte gehen

Sie glaube an die Energie, die sich zwischen Künstlern und Fans entwickle. Deshalb könne sie es auch nicht ausstehen, wenn Leute angepisst in der ersten Reihe stehen. «Wenn dir meine Musik nicht gefällt, dann geh!»

Die 23Jährige war früher Stripperin - und findet, dies habe sie gut auf ihren heutigen Job als Rapperin vorbereitet. «Strippen und Rappen unterscheidet sich nicht gross.»

Sich vor irgendwelchen Unbekannten zu entblössen sei im Kern etwas Ähnliches, wie auf einer Bühne ein Konzert zu spielen.

Message an Freaks, Homosexuelle und Frauen

Dass sie als lesbische Frau eine Message transportieren will, ist für sie klar. Auch wenn ihr Sound oft nach Party klinge und nichts Todernsten sei: «Ich unterstütze alle Freaks, Homosexuellen und Frauen».