«Cornichon» für zwei scharfe Beobachterinnen

Der Kabarettpreis «Cornichon» 2013 geht an die beiden Zürcher Satirikerinnen Nicole Knuth und Olga Tucek. In der Formation «Knuth und Tucek» treten sie rund zehn Jahren zusammen auf - mit einzigartiger Schärfe.

Die beiden Kabarettistinnen Nicole Knuth, singend und Olga Tucek, Akkordeon spielend und singend.

Bildlegende: Weibliche Satire: Knuth und Tucek, die Gewinnerinnen des diesjährigen «Cornichon». Christoph Hoigné

 

Im Laufe der letzten Jahre haben sie sich zu festen Grössen der Schweizer Kleinkunstszene entwickelt: Knuth und Tucek. Sie stehen für satirisches und musikalisches Kabarett, das in seiner Schärfe hierzulande einzigartig ist.

Ihr aktuelles Programm erzählt die Geschichte der Freiheit, die sich unter die Menschen unserer heutigen Welt begibt – und von ihnen nicht erkannt wird. Unterwegs trifft sie allerhand skurrile Figuren: Menschen, die versuchen das Beste aus ihrem Leben zu machen, aber nicht so recht wissen wie.

Kaleidoskop der Stimmungen

Dieser Stoff ergibt einen Theaterabend aus absurden Szenen und eingängigen Liedern, die ineinander greifen und ein ganzes Kaleidoskop an Charakteren und Stimmungen bieten. Olga Tucek und Nicole Knuth bringen das alles mit einer unbändigen Spielfreude auf die Bühne.

Weil sie so scharfe Beobachterinnen sind, versehen sie das Ganze mit einer höchst anregenden satirischen Schärfe. Bei Knuth und Tucek darf herzlich gelacht werden – und ins Nachdenken kommt man dabei unweigerlich ebenfalls.

Grosser Erfolg in Deutschland

Bereits 2011 wurden die beiden in Potsdam mit dem «Salzburger Stier» ausgezeichnet, dem Kabarettpreis der deutschsprachigen Radiostationen. Ihr Auftritt dort wurde zum Triumph, seither werden sie immer öfter nach Deutschland eingeladen. 

Das Duo hat in Berlin und Hamburg ebenso gastiert wie in München – dort gleich im legendären Kabarett der Lach- und Schiessgesellschaft.

Kabarett-Preis «Cornichon»

Das «Cornichon», der Preis der Oltner Kabaretttage, wird seit 1988 verliehen. Die Preisträger entsprechen dem «Who is Who» der deutschsprachigen Kleinkunstszene, darunter Franz Hohler (1990), Gerhard Polt (1997) oder Dieter Hildebrand (2002).

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