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Film & Serien Action-Rentner im Einsatz – Pension ausgeschlossen

Alte Action-Liebe rostet nicht. In «The Expendables 3» holt Sylvester Stallone sich und andere Action-Ikonen wieder zurück auf die Kinoleinwand. Das Konzept ist nicht mehr neu, aber funktioniert noch immer. Logik und eine originelle Geschichte gibt es nicht. Aber darauf kommt es hier nicht an.

Legende: Video Filmkritik: «The Expendables 3» abspielen. Laufzeit 03:43 Minuten.
Aus Kultur vom 20.08.2014.

Wenn Stallone und die anderen Action-Ikonen ausrücken, um die Welt vom kriminellen Abschaum zu säubern, dann kann man sich auf altbewährte Action der 80er verlassen. Der Film beginnt mit einer protzigen Befreiungsaktion. Die Strategie: Helikopter schleicht sich an Gefangenentransporter auf Schienen ran. Dabei muss der Kollege, ganz nach Kalter-Kriegs-Manier, aus den Klauen eines osteuropäischen Gefängnis-Diktators befreit werden. So meistern die Berufs-Kämpfer eine Heldentat nach der anderen. Bis Big Boss Barney Ross (Sylvester Stallone) seine in die Jahre gekommenen Söldner gegen ein jüngeres und technisch fitteres Team austauscht. Damit beginnen die Probleme.

Helden und ihre Altersbeschwerden

Legende: Video Action-Stars übers Alter abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
Aus Kultur vom 20.08.2014.

Für den dritten Teil der «Expendables»-Reihe wurden wieder beachtlich viele Filmlegenden zusammengetrommelt. Neben Schwarzenegger, Jason Statham, Dolph Lundgren und vielen mehr, sind neue dabei: Wesley Snipes, Mel Gibson, Antonio Banderas und Harrison Ford. Sie machen das, was sie am besten können. Eine solide Actionshow abliefern und sich als Helden selbst feiern. Dabei fehlt es den alten Herren nicht an Selbstironie.

Witze über Altersbeschwerden gibt es jede Menge. Für frischen Wind sollen da die Nachwuchs Darsteller sorgen. Leider kommen sie charismatisch noch lange nicht an die alten Filmhelden ran. Ausser Ronda Rousey, mit dem Exotenstatus als Frau in dieser Männerdomäne. Als Mixed-Martial-Arts-Profikämpferin ist sie eine ernstzunehmende Action-Newcomerin.

Legende: Video Sly über Expandables 3 abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus Kultur vom 20.08.2014.

Sinnfreie Unterhaltung

Sylvester Stallone ist ein unermüdlicher Action-Idealist. Mit Leib und Seele widmet er sich dem guten alten Actionfilm-Genre. Doch für das Drehbuch von «The Expendables 3» wollte er es jedem Recht machen. Den nostalgischen Actionfilm-Fans der 80er und 90er und der neuen Generation. Entstanden ist eine Kompromissversion. Altbewährte, halsbrecherische Actionstunts gemischt mit bescheiden animierten Explosionen. Hunderte von Gegnern werden niedergeballter, ohne einen Tropfen Filmblut zu vergiessen. Doch wenn sich am Schluss des Films, zehn Haudegen gegen eine ganze osteuropäische Armee durchmetzeln müssen, kann man auf die Logik verzichten. «The Expendables 3» wird wahrscheinlich nicht in die Filmgeschichte eingehen, aber Actionfilm-Liebhabern wird er Spass machen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Schaub, Zunzgen
    Schön, dass beim SRF auch mal ein Film Anklang findet, der nichts mit den üblichen ' einarmige-afghanische-von-Pakistan-Eingewanderte-Bauersfrau-die-sich-Unsterblich-in-einen-Blinden-Geigenbauer-aus-Paris-verliebt' - Klischees zu tun hat;-)
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    1. Antwort von jean passant, thun
      Habe sehr lachen müssen über den Vergleich, finde ich absolut zutreffend. Weitere Zutaten für dieses Genre: Mindestens 5 Stunden Filmdauer, viel Handkamera, Erstlingswerk einer zum Islam konvertierten ursprünglich von Burkina Faso nach Norwegen ausgewanderten und mit Stipendium in Armenien studierenden Filmschaffenden. Dazu viele Ziegen und ausgemergelte Kühe, Filmmusik nur Laute vom blinden Geigenbauer gespielt und sehr viel Sensibilität für das Thema.
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    2. Antwort von Patrik Schaub, Zunzgen
      Danke, Herr Passant. Endlich jemand, der mich versteht. Grinzz!
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