«Betroffene müssen angehört werden»

Zu Unrecht eingesperrt: Der SRF-Fernsehfilm «Lina» zeigt ein Schicksal, das bis 1981 tausende Menschen in der Schweiz erleiden mussten. Regisseur Michael Schärer und drei Experten haben im Live Chat zahlreiche Fragen zum Film und zur administrativen Versorgung beantwortet.

Eine Frau steht mit Schlüsselbund vor Gitterstäben.

Bildlegende: Wegen «liederlichen Lebenswandels» hinter Gittern: Es reichten oft Kleinigkeiten, um in ein Heim gesteckt zu werden. SRF

Der Chat ist ab Sonntag um 14:00 Uhr offen für Ihre Fragen. Beantwortet werden sie nach Ende des Films, gegen 21:30 Uhr. Der Chat ist anonym, es werden nur Ihre Initialen angezeigt.

Die Expertinnen und Experten

Prof. Dr. Gisela Hauss ist Mitglied der UEK (Unabhängige Expertenkommission Administrative Versorgungen). In ihren Forschungen an der Fachhochschule Nordwestschweiz beschäftigt sie sich mit der Geschichte der Heimerziehung (Forschungsprojekt «Placing Children in Care. Child Welfare in Switzerland 1940 – 1990»).

Prof. Dr. Monika Götzö, Leiterin des Instituts für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe an der ZHAW in Zürich, Departement Soziale Arbeit. Davor lehrte und forschte sie an der FHS St. Gallen, unter anderem zum Pflegekinderwesen in der Schweiz.

Lic.phil.hist Alfred Schwendener ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die UEK Administrative Versorgungen sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter (Forschung) und Dozent an der FHS St. Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, tätig.

Kontakt für Betroffene

Betroffene, die ihre Lebensgeschichte im Rahmen der wissenschaftlichen Aufarbeitung erzählen möchten, können sich unter Telefon 077 437 24 73 (Alfred Schwendener) melden.