Bruno Manser - Laki Penan

Der Basler Umweltaktivist Bruno Manser lebte von 1984 bis 1990 mit den Penan, dem Urvolk des Dschungels von Sarawak (Borneo). Er lernte ihre Sprache, eignete sich ihre Kultur an und machte sich dabei mächtige Feinde. Seit Frühling 2000 wurde Bruno Manser nicht mehr gesehen.

Mann (Bruno Manser) sitzt im Wald - inmitten von Eingeborenen

Bildlegende: Bruno Manser (M.) mit Angehörigen der Penan Copyright SRF

Das Urvolk der Penan auf Borneo akzeptierte den Schweizer Umweltaktivisten Bruno Manser als einen der Ihren. Sie nannten ihn Laki Penan, den Penan-Mann. Als die ersten Bulldozer auftauchten und auf dem Gebiet der Penan mit dem «planmässigen» Abholzen des Regenwaldes begannen, machte Manser durch spektakuläre Aktionen auf das ökologische und menschliche Desaster aufmerksam. Dabei schuf er sich mächtige Feinde. Im Frühjahr 2000, auf einer geheimen Reise zu den Penan, verschwand er spurlos.

Leidenschaftlicher Naturforscher und Mystiker

Für den Film «Bruno Manser - Laki Penan» begibt sich Regisseur Christoph Kühn auf die Spuren Bruno Mansers in den Dschungel von Sarawak. Es kommen jene Penan zu Wort, die zu Mansers zweiter Familie wurden. Sie erzählen von den gemeinsamen Abenteuern und Ängsten, von Mansers Kämpfen mit Riesenschlangen, von seinen Begegnungen mit Geistern und von seiner Begabung, die Penan im Widerstand gegen die Holzfäller und Polizei zu vereinen. Dabei entsteht ein überraschendes, ganzheitliches Bild von Bruno Manser. Er war ein leidenschaftlicher Naturforscher, ein Mystiker und Romantiker, aber zugleich ein zorniger Umweltschützer und Menschenrechtler.

Sendeplatz

Mittwochnacht um 00:10 Uhr auf SRF 1.