«Cinderella» – Prunk, Prinz und Glaspantoffel

Noch eine Aschenputtel-Version? Ja, aber eine sehenswerte. «Cinderella» basiert auf dem Disney-Zeichentrickfilm von 1950 und überzeugt mit traumhaften Kulissen, grossen Emotionen und märchenhafter Besetzung. Lily James, Cate Blanchett und Helena Bonham Carter sind nur ein kleiner Teil davon.

Video «Keine 3 Minuten: «Cinderella»» abspielen

Keine 3 Minuten: «Cinderella»

1:34 min, vom 11.3.2015

Eine böse Stiefmutter, eine gute Fee und ein Prinz mit himmelblauen Augen, der durch den sonnenbeschienenen Wald geritten kommt. Die neue Verfilmung des Märchenklassikers «Cinderella» bleibt der Originalgeschichte treu und kommt herrlich kitschig daher. Mit grellen Farben, grazilen Bewegungen und grossen Gefühlen lässt Regisseur Kenneth Branagh die Zuschauer in die Märchenwelt eintauchen.

    • Cinderella und ihre Stiefschwestern auf dem Markt

      Bildlegende: Besonders viel Freundlichkeit muss Cinderella für ihre beiden bösen Stiefschwester aufbringen. DISNEY

      Das stärkste Zitat

      «Habe Mut und sei freundlich» – Diese Botschaft ihrer verstorbenen Mutter begleitet Cinderella durch den ganzen Film.

    • Cinderella füttert Gänse

      Bildlegende: Im Film spricht Cinderella nicht mit den Tieren, hat aber trotzdem eine ganz besondere Bindung zu ihnen. DISNEY

      Die Schauspielerin

      Güte und Unschuld solle sie ausstrahlen und in der Lage sein, das Publikum trotz ihrer Schönheit nicht von der Handlung abzulenken. Diese Vorstellung hatte Regisseur Kenneth Branagh von seiner Cinderella. Jungschauspielerin Lily James, bekannt aus der Historienserie «Downton Abbey», wird diesen Forderungen gerecht. Ihre «Cinderella» ist liebreizend und wünscht jedem nur das Beste.

    • Cinderella auf der Schaukel

      Bildlegende: Klassisch kitschig - Bei dieser Märchenverfilmung gibt es keine Überraschungen. DISNEY

      Fakten, die man wissen sollte

      Märchen sind im Kino wie auch im Fernsehen omnipräsent. Im Gegensatz zu «Cinderella» vermischen, verwässern oder würzen die Produzenten ihre Märchen nach Belieben. Die Fantasyserie «Once Upon a Time», in der Schneewittchen, Rumpelstilzchen und Co. in einer amerikanischen Kleinstadt leben, legte 2011 einen fantastischen Start hin. Im selben Jahr kamen mit «Red Ridinghood» – eine Mischung aus Rotkäppchen und Twilight – und den Animationsfilmen «Hoodwinked 2» und «Puss in Boots» gleich mehrere Märchen in die Kinos. 2012 waren mit «Snow White and the Huntsman» und «Mirror Mirror» gleich zwei Schneewittchen-Verfilmungen auf der Leinwand zu sehen. Im Folgejahr erschienen der erfolgreiche Animationsfilm «Frozen» und «Jack and the Giants», bei dem Elemente aus dem Märchen «Hans und die Bohnenranke» eingearbeitet wurden. 2014 gab Angelina Jolie in «Maleficent» Dornröschens böse Fee. «Cinderella» setzt den Trend fort, ein Ende ist nicht abzusehen.

    • Cinderella trifft im Ballsaal auf den Prinzen

      Bildlegende: Der königliche Ball - 200 Statisten spielten die adeligen Gäste. DISNEY

      Das Urteil

      Bunte Kostüme, ein prunkvolles Schloss und grosse Gefühle – «Cinderella» ist eine klassische Märchenverfilmung. Doch der Film bietet mehr. Regisseur Kenneth Branagh stützt sich auf den Trickfilm von 1950, nimmt die Geschichte ernst, nutzt aber seinen Spielraum. Dass Cinderella den Komfort ihrer gläsernen Schuhe anzweifelt, ist beispielsweise ein netter, kleiner, ironischer Einfall. Ausserdem löst Branagh Fragen auf, die schon einige Märchenliebhaber um den Verstand gebracht haben. Warum heiratet Cinderellas Vater die böse Stiefmutter und warum bleibt Cinderella nach seinem Tod freiwillig bei derselben? Durch solche Kleinigkeiten kommt nie das Gefühl auf, einen bereits bekannten Film zu sehen.

Kinostart: 12.03.2015