Christian Frei: Stets auf Reisen, stets auf der Lauer

Christian Frei reist seit bald zwanzig Jahren quer durch die Welt – auf der Suche nach der «Topographie des Menschlichen», wie er sagt. Ob in Afghanistan, Kuba oder im Weltall: Seine Filme spielen dort, wo Filmen unmöglich scheint.

Regisseur Christian Frei sitzend vor einem Regal.

Bildlegende: Christian Frei hat den Schweizer Dokumentarfilm geprägt. ZVG

Die Filme von Christian Frei überzeugen durch ihre hohe gestalterische Fertigkeit und technische Innovation. Er hat das Bild des Schweizer Dokumentarfilmschaffens in den vergangenen 15 Jahren entscheidend mitgeprägt und ist auch international aufgefallen.

Diese Folge von «CINEMAsuisse» begleitet den Regisseur von Solothurn über Zürich nach New York zum Dreh von «Lovelorn in New York». Es ist ein Film über Liebeskummer und Liebende im Big Apple. In diesem Schmelztiegel, wo sich Emigranten in ihren Quartieren so eingerichtet haben, dass sie sich zu Hause fühlen, sinniert Christian Frei über sein bisheriges Schaffen. «Ich bin ein Mensch, der sehr gerne beobachtet», sagt Christian Frei. «Ich liebe das, dieses Lauern auf die Essenz, wie Grenouille im ‹Parfum›. Das gefällt mir.»

Auseinandersetzung mit dem Krieg

Szene aus dem Film «War Photographer».

Bildlegende: Szene aus dem Film «War Photographer». SRF

«War Photographer», das Porträt des bekannten Kriegsfotografen James Nachtwey, bedeutete Christian Freis Durchbruch. Neben zahlreichen internationalen Preisen wurde der Film sogar für einen Oscar nominiert. «War Photographer» war nicht nur technisch höchst innovativ; der Film hinterlässt auch emotional tiefe Spuren, beim Publikum wie bei den Machern. Der Regisseur und sein Kameramann Peter Indergand versuchen bis heute, diese Auseinandersetzung mit dem Krieg zu verarbeiten.

Sendeplatz

Sonntag, 28. Juli 2013 um 22:10 Uhr auf SRF zwei

«Space Tourists», Sonntag, 28. Juli um 22:40 Uhr, SRF zwei

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