Jean-Stéphane Bron: «Mein Blick setzt etwas in Bewegung»

«Ich versuche, mich auf Dinge einzulassen, die ich nicht kenne. Und zu berichten, was ich dabei entdecke», schreibt Dokumentarfilm-Regisseur Jean-Stéphane Bron. Ob das Schweizer Parlament, die Bankenbranche, Fahrlehrer und ihre Fahrschüler oder Christoph Blocher – er will etwas bewirken.

«So sind wir vorgegangen, so haben wir das System gestört»: Jean-Stéphane Bron.

Bildlegende: «So sind wir vorgegangen, so haben wir das System gestört»: Jean-Stéphane Bron. Reuters

Ich versuche, mich auf Dinge einzulassen, die ich nicht kenne. Und zu berichten, was ich dabei entdecke. Jeder Film ist eine neue Erfahrung – eine menschliche, aber auch eine wissenschaftliche.

Ich beobachte etwas – wie das Schweizer Parlament, die Bankenbranche, Fahrlehrer und ihre Fahrschüler, Christoph Blocher – und weiss genau, dass meine Beobachtungen nicht ohne Wirkung bleiben. Mein Blick setzt etwas in Bewegung.

In der Quantenphysik verändern das Beobachten und das Messen das Experiment, auch wenn der Beobachter sich die grösste Mühe gibt, das System nicht zu stören. Also versuche ich, im Film diese Störung, diese Veränderung festzuhalten. Ich finde eine Form, die dem Zuschauer zeigt: So sind wir vorgegangen, so haben wir das System gestört.

Sendeplatz

Mittwoch, 21. August 2013 um 21:40 Uhr auf SRF zwei

«Wie eine richtige Familie», Mittwoch, 21. August um 20:00 Uhr auf SRF zwei

«Cleveland versus Wall Street», Mittwoch, 21. August um 00:05 Uhr auf SRF 1

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