Der schönste Filmschrott: Wenn es Eiswürfel regnet

Dies ist ein DVD-Tipp der besonderen Art: «2012: Ice Age» – ein Katastrophenfilm über einen 300 km/h schnellen Gletscher, der auf New York zurast. Die Spezialeffekte sind wunderbar billig und die Geschichte jenseits jeder Logik. Ein Muss für Freunde des B-Movies.

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Filmschrott: «2012 - Ice Age»

4:10 min, vom 15.12.2014

Der Titel «2012: Ice Age» ist ein glatter Diebstahl. «2012 », so hiess Roland Emmrichs Weltuntergangs-Blockbuster aus dem Jahre 2009. Aber im B-Movie, er kam 2011 auf den Markt, geht die Welt nicht unter. Da gibt es nur einen Gletscher, der New York bedroht. Die zweite Hälfte des Titels lautet «Ice Age». Auch Diebstahl. «Ice Age», so heisst die enorm erfolgreiche Animationsfilm-Reihe mit einem Faultier und einem Mammut als Helden. Es erübrigt sich fast schon darauf hinzuweisen, dass in dem B-Movie Urzeittiere keine Rolle spielen – und es sich um einen Realfilm handelt.

Zerstörungslust pur

Wie es sich für einen B-Movie gehört, gibt es bei «2012: Ice Age» keinen theoretischen Überbau oder gar eine Botschaft. Es ist die reine Zerstörungslust, die von den Machern befriedigt wird. Und daraus wird auch kein Geheimnis gemacht.

Als im Film ein Gletscherexperte gefragt wird, ob er wisse, wie sich ein Gletscher mit 300 km/h bewegen könne, antwortet der: «Ich weiss es nicht. Ich glaube, niemand weiss es.» Kein langweiliges, pseudowissenschaftliches Gelaber. Unwissen pur. Der Drehbuchautor hat es sich und dem Zuschauer einfach gemacht. Wunderbar. So mögen es die Fans von Kronjuwelen des Trashs. Die Frage nach dem Warum spielt für sie keine Rolle. Hauptsache, der Gletscher kommt.

DVD: «Eiszeit – New York: 2012», Tiberius Film, 2011.

Der schönste Filmschrott

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