Die Königin des Technicolor ist gestorben

Feuerrote Haare und grosse grüne Augen: Maureen O’Hara war eine spektakuläre Leinwanderscheinung. Jahrzehntelang feierte die Schauspielerin Erfolge und gehörte zur grossen alten Garde Hollywoods. Jetzt ist sie im Alter von 95 Jahren gestorben.

Ein Mann und eine Frau in orientalischen Kostümen.

Bildlegende: Maureen O’Hara, eigentlich Maureen FitzSimons, und Douglas Fairbanks («Sinbad the Sailor», 1947). Imago/Zuma Press

Maureen O’Hara sei am Samstag in ihrem Haus in Idaho gestorben, sagte ihr Manager Johnny Nicoletti. In einer Mitteilung der Familie heisst es: «Sie starb friedlich im Kreis ihrer Familie, die währenddessen ihr Leben gefeiert und Musik aus ihrem Lieblingsfilm ‹Der Sieger› gehört hat».

Die in Irland geborene O'Hara feierte ihren Hollywood-Durchbruch 1939 mit der Hauptrolle im Schwarz-Weiss-Film «Der Glöckner von Notre Dame». Später drehte sie mit Regisseur John Ford, unter anderem 1941 den mit fünf Oscars gekrönten Film «How Green Was My Valley». Auch mit Schauspielkollege John Wayne arbeitete O'Hara viel, unter anderem in «The Quiet Man».

Weil der aufkommende Farbfilm O'Haras feuerrote Haare und ihre grossen grünen Augen besonders gut zur Geltung brachte, wurde sie bald auch als «Königin des Technicolor» bekannt. In den 60er-Jahren verlagerte sich O'Hara auf Komödien und bekam fast nur noch Rollen in Fernsehfilmen. Im vergangenen Jahr hatte O'Hara den Ehrenoscar für ihr Lebenswerk bekommen.