«Eine vernünftige Lösung»

Der Gefühlshaushalt eines Paares, das ehrenamtlich die kirchliche Eheberatung leitet, gerät in Schieflage, als sich der Mann in die Frau seines besten Freundes verliebt. Schwedische Tragikomödie.

Zwei Männer und eine Frau liegen im Bett. Ein Mann liegt ohne Decke da, die anderen teilen sich die gemeinsame Decke.

Bildlegende: Einer zuviel im Bett. SRF/Filmcoopi

Erland (Rolf Lassgård) ist seit vielen Jahren mit Maj (Stina Ekblad) glücklich verheiratet. Erland arbeitet in der der Papiermühle, dem grössten Arbeitgeber der kleinen nordschwedischen Gemeinde. May unterrichtet in der Schule. Gelegentlich führen die beiden Mustereheleute in ihrer Kirchgemeinde unter dem Motto «Die Schule der Ehe» Gesprächsrunden durch. Hier wird über Liebe und Scheidungsgründe diskutiert, wobei Erland und Maj Offenheit in der Beziehung als bestes Heilmittel für jede Ehekrise propagieren.

So harmonisch und verliebt sich das Paar nach aussen gibt: Das innere Beziehungsfeuer ist längst erloschen. So gilt für Erland beim gelegentlichen Routinesex das Motto: «Augen zu und durch». Wenn er jedoch Karin (Pernilla August), die Frau seines depressiven Freundes und Arbeitskollegen Sven-Erik (Claes Ljungmark) sieht, kribbelt es wieder.

Beziehungschaos

Die beiden sind sich auf einer Geburtstagsparty nähergekommen und treffen sich seitdem insgeheim immer wieder. Im Umgang miteinander geben sie sich so unsicher wie zwei verliebte Teenager. Der Sex im Auto ist aufregend und leidenschaftlich. Und plötzlich steckt Erland mittendrin im Beziehungsdilemma, will er doch weder die Liebe zu Maj aufgeben noch von Karin lassen. Weil Offenheit das oberste Credo des 50jährigen ist, muss «eine vernünftige Lösung» her.

Schliesslich schlägt Erland allen Ernstes ein polygames Beziehungsexperiment in einer Vierer-WG vor. Als Sven-Erik und Karin tatsächlich bei Erland und Maj einziehen, wobei Erland und Karin sich ein Zimmer teilen, während die anderen beiden jeweils ein Zimmer bewohnen, gerät das unter Harmoniezwang stehende Experiment aber bald in Schieflage.

Sendeplatz

Montagnacht um 00:40 Uhr auf SRF 1.