Film-Tipp des Tages: «Amerrika»

Die Palästinenserin Muna erlebt Tag für Tag die Schikanen an den Grenzübergängen der Westbank. Eines Tages findet sie in ihrer Post eine Greencard, die sie vor Jahren beantragt hat. Zusammen mit ihrem Sohn reist Muna in die USA, wo Mutter und Sohn eine Überraschung nach der anderen erleben.

Zwei Menschen bei der Einreise.

Bildlegende: Nisreen Faour als Muna Farah, Melkar Muallem als Fadi SRF/Look Now!

Muna (Nisreen Faour) lebt in der Westbank mit ihrem Teenager-Sohn Fadi (Melkar Muallem). Jeden Tag erlebt sie die Schikanen an den israelischen Grenzübergängen.

Da flattert eines Tages ein Brief ins Haus, eine Bestätigung für eine vor Jahren beantragte Greencard. Muna stellte den Antrag damals mit ihrem Ehemann, bevor dieser sie für eine Jüngere verliess. Ihre erste Reaktion ist, die Möglichkeit nicht wahrzunehmen, denn einst träumte sie davon, als intakte Familie auszuwandern. Doch für Fadi wäre der Umzug vielleicht eine grosse Chance. So fliegen Muna und Fadi nach Illinois, wo Munas Schwester (Hiam Abbas) schon lange lebt. Sie quartieren sich bei deren Familie ein.

Doch das Leben in «Amerrika» ist nicht so einfach. Statt auf einer Bank wie zu Hause arbeitet Muna in einem Fastfood-Restaurant, ihr Sohn wird für einen Terroristen gehalten, und die Familie ihrer Schwester steckt in grossen finanziellen Schwierigkeiten, weil ihrem Mann, einem Arzt, nach dem 11. September 2001 die Patienten davonlaufen. All diesen Schwierigkeiten setzt Muna ihre Sturheit und ihren Charme entgegen – mit Erfolg.

Sendeplatz

Montagnacht um 00:45 Uhr auf SRF 1.