Film-Tipp des Tages: «Beasts of the Southern Wild»

Gemeinsam mit ihrem Vater lebt die sechsjährige Hushpuppy bei einer Gruppe von Aussteigern in den Sümpfen von Louisiana. Als das Wasser ansteigt, muss die Gemeinschaft fliehen. Hushpuppy, die in der Schule von einer Klimakatastrophe gehört hat, zimmert sich ihre eigene Fantasie vom Unglück zusammen.

Ein kleines Mädchen steht in Gummistiefeln vor einem Stall.

Bildlegende: Quvenzhané Wallis als Hushpuppy. SRF/Ascot

In den südlichen Sümpfen von Louisiana lebt eine Gemeinschaft von Aussteigern, an einem Ort, den alle Bathtub («Badewanne») nennen. Das Leben ausserhalb von Bathtub kennt Hushpuppy (Quvenzhané Wallis) nur vom Hörensagen. Dort sollen die Menschen kaum Urlaub haben und Fisch aus der Verpackung essen. Zusammen mit ihrem Vater Wink (Henry Dwight) lebt Hushpuppy ein hartes, aber friedliches Leben.

Ihre Mutter sei davongeschwommen, erzählt ihr Wink. Wenn sie alleine ist, führt Hushpuppy mit ihr dennoch Zwiegespräche. In der Schule hört die Sechsjährige zum ersten Mal von den Gefahren des Klimawandels und malt sich aus, wie die Eiskappen des Südpols schmelzen und ein ausgestorbenes Tier freigeben: den Auerochsen.

Hauptpreis am Sundance Film Festival

Doch zunächst bedrohen Wink und Hushpuppy ganz reale Gefahren. Ein Sturm bringt eine heftige Überschwemmung mit sich. Die Leute von Bathtub fliehen, doch Wink und Hushpuppy bleiben - nicht zuletzt weil Wink schwer krank ist. Vater und Tochter retten sich in ein improvisiertes Boot und finden auf dem Dach einer Familie Unterschlupf. Wenn der Pegel sinkt, will Wink zurück in sein Haus, doch das geschieht nicht. Da greifen die Bewohner von Bathtub zu drastischen Mitteln.

Vor 2012 war der US-Regisseur Benh Zeitlin vielleicht Insidern bekannt, da er sich bereits mit einigen Kurzfilmen einen Namen gemacht hatte. Mit seinem Langfilmdebüt «Beasts of the Southern Wild» gelang dem damals knapp 30-Jährigen ein Riesenhit, und mit einem Schlag war er in aller Munde. Am renommierten Sundance Film Festival gewann er mit dem eigenwilligen Drama den Hauptpreis und an den Filmfestspielen in Venedig die Caméra d'Or für den Besten Debütfilm. Diesen Erfolgen folgten nebst zahlreichen Preisen Oscarnominierungen in vier Kategorien, unter anderem auch für die Beste Hauptrolle. Diese spielte Newcomerin Quvenzhané Wallis. Die heute Elfjährige war auch im Sklavendrama «12 Years a Slave» von Steve McQueen zu sehen.

Sendeplatz

Montagnacht um 00:35 Uhr auf SRF 1

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