Film-Tipp des Tages: «Broken»

Die elfjährige Skunk lebt mit ihrer Familie in einer Siedlung. Mit dem Nachbarsknaben Rick verbindet sie eine spezielle Freundschaft. Als dieser brutal verprügelt wird, ist das der Anfang einer Entwicklung, die Skunks Leben für immer verändern wird.

Ein Mädchen in rot-weiss kariertem Hemd und braunem Haar steht auf einer Brücke im Wald.

Bildlegende: Eloise Laurence als Skunk. SRF/Frenetic

Seit ihre Mutter die Familie verlassen hat, lebt die elfjährige Skunk (Eloise Laurence) gemeinsam mit ihrem Bruder Jed (Bill Milner), ihrem Vater Archie (Tim Roth) und dem Au-pair Kasia (Zana Marjanovic) in einem Vorort von London. Ihr gegenüber wohnt Rick (Robert Emms), mit dem Skunk eine Freundschaft verbindet, obwohl er ein paar Jahre älter als sie und ein Aussenseiter ist. Eines Tages wird Skunk Zeugin, wie Rick vom Nachbarn Bob Oswald (Rory Kinnear) verprügelt wird.

Zu ihrem Erstaunen wird kurz darauf Rick von der Polizei abgeholt. Ihm wird vorgeworfen, Oswalds Tochter vergewaltigt zu haben. Dieser Vorwurf entpuppt sich zwar als Lüge, doch die Ruhe im Quartier ist nachhaltig gestört. Nicht nur in Ricks Familie wirft das Geschehene hohe Wellen, Skunks Vater legt sich mit Bob Oswald an. Gleichzeitig lernt Skunk einen Jungen kennen, der ihr gefällt. Sie versucht krampfhaft, an der Welt ihrer sorglosen Kindheit festzuhalten.

Eloise Laurence als grosse Entdeckung

Rufus Norris' «Broken» porträtiert die Welt eines elfjährigen Mädchens, die in kurzer Zeit aus den Fugen gerät. Das Mädchen Skunk, das sich in einem Vorort von London eine zauberhafte Kindheit zusammengebastelt hat, obwohl die Mutter die Familie verlassen hat und sie an Diabetes leidet, muss erkennen, wie hart und radikal die Erwachsenenwelt funktioniert.

Eloise Laurence gelingt es hervorragend, dieses Kind am Übergang zum Erwachsenen zu verkörpern. Sie muss als die grosse Entdeckung in diesem Film gelten. Neben ihr spielen die britischen Stars Tim Roth und Rory Kinnear sowie der Ire Cillian Murphy. Rufus Norris wurde am Zurich Film Festival mit dem Preis für den Besten Film ausgezeichnet.

SRF zeigt den Film im englischen Original mit deutschen Untertitel.

Sendeplatz

Donnerstagnacht um 00:15 Uhr auf SRF 1