Film-Tipp des Tages: Der Soldat James Ryan

Tom Hanks, Matt Damon, Edward Burns und viele andere Stars begeben sich in die Hölle des Zweiten Weltkriegs, die Steven Spielberg mit erschreckendem Realismus inszeniert hat.

Ein Militärboot voller Soldaten.

Bildlegende: Kurz vor der Invasion. SRF/Amblin Entertainment

Oklahoma-Beach in der Normandie am 6. Juni 1944: Die Landung der Alliierten Streitkräfte wird als «D-Day» in die Geschichte eingehen. Kaum öffnet sich die Rampe der Landungsboote, befinden sich die Männer schon in der Hölle: Schüsse peitschen durch die Luft, ständige Explosionen erschüttern den Strand.

Inmitten dieses Chaos versuchen die US-Soldaten gegen feindliche Stellungen vorzurücken, während rings um sie herum Kameraden ihr Leben lassen. Irgendwie schaffen es Captain Miller (Tom Hanks) und seine halbversprengte Truppe, darunter Sergeant Horvath (Tom Sizemore), der Sanitäter Wade (Giovanni Ribisi) und der Übersetzer Upham (Jeremy Davies), die deutschen Verteidigungsanlagen einzunehmen.

Doch bald bekommen die Männer einen Befehl, der gegen jegliche Vernunft zu sein scheint: Sie sollen sich hinter die feindlichen Linien durchschlagen, um dort einen einzigen Mann, den Soldaten Ryan (Matt Damon), herauszuholen. Ryan ist der jüngste von vier Brüdern, die, bis auf ihn, alle im Krieg gefallen sind. Der verantwortliche General will der Mutter die vierte Todesnachricht ersparen. Während Millers Sonderkommando ins Feindesland eindringt, stellen die Männer den Befehl in Frage: Acht Soldaten sollen ihr Leben riskieren, um dasjenige eines einzelnen zu retten?

Der Horror des Krieges

Vor allem die erste halbe Stunde von Steven Spielbergs Antikriegsfilm «Saving Private Ryan» ging in die Filmgeschichte ein. Selten hat jemand die Schrecken des Krieges so brutal und realistisch in Szene gesetzt, wie Kameramann Janusz Kaminski die Landung der alliierten Truppen in der Normandie. «Saving Private Ryan» erschütterte das Publikum und wurde insgesamt elf Mal für den Oscar nominiert.

Regisseur Steven Spielberg hat neben überaus erfolgreichen Blockbustern wie «Jaws», der «Indiana Jones»-Serie und «Jurassic Park» immer auch wieder Filme mit ernsten Themen realisiert. So setzte er sich in «Schindler's List» mit den Greueln deutscher Konzentrationslager auseinander, in «Munich» mit dem Nahost-Konflikt oder zuletzt in «Lincoln» mit dem amerikanischen Bürgerkrieg. Hauptdarsteller Tom Hanks ist dem Regisseur eng verbunden und war später auch noch in Spielfilmen Spielbergs wie «Catch Me If You Can» oder «The Terminal» zu sehen. Auch weitere Rollen sind prominent besetzt. So ist neben Matt Damon auch Action-Star Vin Diesel in einer tragenden Rolle zu sehen.

Sendeplatz

Samstag um 22:15 Uhr auf SRF zwei.