Film-Tipp des Tages: In 80 Tagen um die Welt

Jules Vernes Weltreiseklassiker als turbulente Neuverfilmung mit einem hochkarätigen Starensemble, spektakulären Schauplätzen, rasanten Kampfszenen und poppigen Special Effects.

Eine europäische Frau und ein Mann und ein chinesischer Mann rennen Arm in Arm. Im Hintergrund ist eine Menschenmenge zu erkennen.

Bildlegende: Auf dem Weg zum Ziel. SRF/cp: 2004 Buena Vista Pictures Distribution

London gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der britische Millionär Phileas Fogg (Steve Coogan) kennt keine halben Sachen. Um zu beweisen, dass die von ihm entwickelten Fluggeräte das Reisen revolutionieren werden, geht er eine gewagte Wette ein: In 80 Tagen will er die Erde umrunden und so einen für die damalige Zeit unglaublichen Rekord aufstellen. Der Zufall will es, dass während einer Testserie der flüchtige chinesische Kung-Fu-Kämpfer Lau Xing (Jackie Chan) in Foggs Garten landet. Xing hat in London eine aus dem Fernen Osten entwendete wertvolle Buddhastatue «befreit» und ist nun darauf bedacht, schnellstmöglich in seine Heimat zurückzukommen.

Das Angebot Foggs, ihn als Assistenten auf seiner Rekordreise um die Welt zu begleiten, kommt deshalb wie gerufen. Bald schon befinden sich der exzentrische Brite und Passepartout, wie sich Xing inzwischen nennt, in der Luft. Die erste Station heisst Paris, und hier - in der Stadt der Liebe - gesellt sich die attraktive Künstlerin Monique La Roche (Cécile De France) zum Duo. Gemeinsam dringen sie in immer exotischere Gebiete vor, wo bizarre, komische und unglaubliche Abenteuer auf das Trio warten.

Heiterer Ausflug in die Vergangenheit

Dass Frank Coraci ein Experte für jede Art des schrägen Humors ist, muss der New Yorker nach drei Adam-Sandler-Filmen («The Wedding Singer», «The Waterboy», «Click») nicht mehr besonders unter Beweis stellen. Mit «In 80 Tagen um die Welt» verliess er allerdings die Gegenwart, um in die Vergangenheit einzutauchen. Jules Vernes Roman eignete sich dabei als Vorlage für einen heiter beschwingten Ausflug ins Kostümfach ganz vorzüglich. Schon der Roman begeisterte seine Leser mit atemloser Action, exotischen Ländern und Schauwerten sonder Zahl. Für seinen Film verwandelte Coraci Foggs Diener Passepartout in einen chinesischen Kung-Fu-Kämpfer, der in geheimer Mission von den Imperialisten eine aus China entführte Buddhafigur «zurückstehlen» muss.

Die Rolle war wie geschaffen für Jackie Chan, den Superstar aus Hongkong, der seit Jahrzehnten mit Filmen wie «Rush Hour» auch im Westen märchenhafte Erfolge feiert. «In 80 Tagen um die Welt» bietet Chan denn auch reichlich Gelegenheit, seine Kampfkünste unter Beweis zu stellen. Dass dabei mit höchster Eleganz und viel Witz gefochten wird, versteht sich von selbst. In der Rolle des Phileas Fogg überzeugt der Brite Steve Coogan («Night at the Museum»); als hübsche Künstlerin Monique La Roche weiss die Französin Cécile De France («L'Auberge espagnole») ihre Reisebegleiter zu betören. In kurzen Gastrollen zu sehen sind die beiden Komikerbrüder Luke und Owen Wilson sowie Arnold Schwarzenegger, der als türkischer Prinz Hapi die Lacher auf seiner Seite hat.

Sendeplatz

Silvester um 20:00 Uhr auf SRF zwei.