Film-Tipp des Tages: «Jimmie»

Kathy stösst als alleinerziehende Mutter des autistischen Jimmie immer wieder an ihre Grenzen. Trotzdem kämpft sie engagiert gegen die Vorurteile der Umwelt. Als der Schwimmtrainer Jan das Schwimmtalent von Jimmie entdeckt, eröffnet sich für alle Beteiligten eine neue Welt.

Jimmie steht mit Badehose bekleidet im Hallenbad, hinter ihm stehen seine Mutter und der Schwimmlehrer.

Bildlegende: Martin Rapold als Jan, Stephanie Japp als Kathy, Joel Basman als Jimmie. SRF/Klaus Rósza

Jimmie (Joel Basman) ist ein Autist. Der 16-Jährige kommuniziert nicht mit seiner Umwelt. Dies würde seine Sinne überfordern. Am liebsten zählt er Wassertropfen und schreibt sie auf. Er weiss, 4500 Tropfen sind ein Liter, und ein Schwimmbecken fasst etwa 9 900 000 000 Tropfen.

Seine alleinerziehende Mutter Kathy (Stephanie Japp) setzt sich engagiert dafür ein, dass er ein möglichst normales Leben führen kann. Sie weigert sich, ihn in ein Heim zu geben. Nach Schulabschluss nimmt sie Jimmie wieder zu sich nach Hause, obwohl ihr Exmann Michael (Michael Neuenschwander) dagegen ist. Dabei bleibt jedoch nicht nur ihr eigenes Privatleben auf der Strecke, sie muss auch schmerzvoll akzeptieren, dass ihre Nähe bei Jimmie nicht die erhofften kommunikativen Fortschritte bewirkt. Im Gegenteil, er reagiert heftig auf alle unbekannten Situationen und bringt sie damit immer wieder an ihre Grenzen.

Nur im Wasser scheint sich Jimmie wohlzufühlen. Seit er als Kind in einer Delphintherapie war, ist Schwimmen seine grosse Leidenschaft. Daher geht Kathy mit ihm möglichst oft ins Hallenbad. Dort lernen die beiden den Schwimmtrainer Jan (Martin Rapold) kennen. Dieser erkennt sofort Jimmies Schwimmtalent; er will ihn vorerst eigennützig als Motivator für seine entmutigte Freistilstaffel nutzen. Schnell regt sich bei den Schwimmern und der Mannschaftsleitung Widerstand. Jimmie wird als Aussenseiter abgelehnt. Doch Jan gibt nicht auf.

Sendeplatz

Mittwoch um 20:00 Uhr auf SRF zwei