Film-Tipp des Tages: «Jindabyne» - Irgendwo in Australien

Als vier Männer auf einem Ausflug im australischen Outback die Leiche einer jungen Frau entdecken, hält sie der schreckliche Fund nicht davon ab, weiter ihrem Wochenendvergnügen nachzugehen: dem Angeln. Ihr Verhalten stösst nicht nur bei der Polizei und den Ehefrauen auf Unverständnis.

Gesicht eines Mannes in Grossformat (Gabriel Byrne)

Bildlegende: Gabriel Byrne als Stewart Kane SRF/Filmcoopi

Im kleinen Örtchen Jindabyne im australischen Outback verläuft das Leben eintönig, es gibt kaum Ablenkung. Deshalb ist für die vier Freunde Stewart (Gabriel Byrne), Carl (John Howard II), Rocco (Stelios Yiakmis) und Billy (Simon Stone) der jährliche Ausflug zum Fischen an einem abgelegenen Bergsee der Höhepunkt im Jahr.

Ihre Frauen dürfen nicht mit, was diese aber nicht weiter stört, weil sie sich ganz gern einmal ohne die Männer vergnügen. In den Gesprächen zwischen den Frauen wird klar, dass es in einigen Beziehungen kriselt. Stewarts Frau Claire (Laura Linney) ist wieder schwanger, doch hält sie ihren Zustand vor ihrem Mann noch geheim, denn die Geburt ihres letzten Kindes hat sie in eine tiefe Krise gestürzt.

Währenddessen machen die vier Angler auf ihrer Wanderung einen grausigen Fund: In einem Flusslauf liegt die Leiche einer jungen Aborigine. Zunächst scheinen die vier tief schockiert. Aber bald wird auch klar, dass sie nicht gewillt sind, deswegen ihren Ausflug abzubrechen. Sie binden die Leiche der jungen Eingeborenen an einem Baum fest, angeln erst in Ruhe und kehren wie geplant zurück. Ihr Verhalten stösst allenthalben auf Unverständnis. Die Wellen der Empörung schlagen hoch, nicht nur bei den Ehefrauen und der Polizei: Die ganze Gemeinde droht sich ob der Ereignisse zu spalten.

Sendeplatz

Montagnacht um 00:20 Uhr auf SRF 1.