Film-Tipp des Tages: «Matrix»

Mit furiosen Spezialeffekten und einer atemberaubenden visuellen Eleganz setzten die Wachowski-Brüder mit «Matrix» einen Meilenstein in der Geschichte des Action-Films. Superstar Keanu Reeves macht sich mit wehendem schwarzen Mantel auf, die Welt zu retten.

Zwei Männer und eine Frau in Lederkleidung und Sonnenbrillen stehen in einem Gewitter.

Bildlegende: Die Hauptdarsteller des Filmes. SRF/Warner Bros.

Der Computerexperte Neo (Keanu Reeves) verbringt seine Nächte einsam als Hacker am Bildschirm. Seit längerem hat er das Gefühl, dass mit der Welt etwas nicht stimme, und im Cyberspace ist er auf Hinweise zur geheimnisvollen Matrix gestossen. In einer Disco trifft er die schöne Trinity (Carrie-Anne Moss), die ihm Antworten auf seine Fragen in Aussicht stellt und ihn gleichzeitig warnt, er sei in Gefahr. Tatsächlich wird er am nächsten Tag an seinem Arbeitsplatz vom Agenten Smith (Hugo Weaving) verhaftet. Smith will über Neo an den angeblichen Terroristen Morpheus (Laurence Fishburne) herankommen. Wieder auf freiem Fuss, wird Neo tatsächlich von Morpheus und Trinity kontaktiert. Die beiden kämpfen mit einer kleinen Gruppe von Rebellen gegen eine künstliche Intelligenz, welche die Menschheit kontrolliert.

Willkommen in der richtigen Welt

Morpheus erklärt Neo, wie schauerlich die Welt wirklich funktioniert: Die Menschen werden eigentlich als Sklaven gefangen gehalten. Alles, was sie als Realität wahrnehmen, ist reine Illusion, die ihnen die Maschinen direkt ins Hirn einspeisen. Morpheus ist überzeugt, dass Neo derjenige ist, der die Welt befreien wird, so wie ihm dies das Orakel verkündigt hat. Doch er lässt dem Computerexperten die Wahl, ob er weiter in der angenehmen Illusion einer falschen Realität verharren oder die schauerliche Wahrheit erfahren will. Neo entscheidet sich für die Wahrheit und findet sich nach einer albtraumhaften Wiedergeburt auf Morpheus' Raumschiff Nebukadnezar wieder, von wo aus die Rebellengruppe den Widerstand gegen die Maschinen organisiert.

Ein Meilenstein des Action-Kinos

Der Science-Fiction-Thriller «The Matrix» überraschte 1999 Kritiker und Publikum gleichermassen. So schrieb Christian Jürgens in der Zeit: «Der Film 'Matrix' beginnt nicht, er explodiert. Aber das ist nur der Anfang einer Reise in das grösste Kinoabenteuer der letzten Jahre.» Die beiden Regisseure Andy und Larry Wachowski kreierten mit ihren durchgestylten Bildern und atemberaubenden visuellen Effekten ein stilbildendes Gesamtkunstwerk. Ihr erster Film, der Lesbenthriller «Bound», war für die Brüder vor allem eine Fingerübung, der die grossen Studios davon überzeugen sollte, sie an den «Matrix»-Stoff zu lassen. Die Geschichte um Neo, der als moderne Jesus-Figur die Welt aus ihrem illusionären Dauerschlaf befreien soll, war von Anfang an als Trilogie angelegt.

Spektakuläre Effekte und asiatische Kampfkunst

Neben furiosen Spezialeffekten und Sounds, für die «The Matrix» mit Oscars belohnt wurde, haben die Wachowski-Brüder in die Action-Sequenzen auch asiatische Kampfkunst eingebaut. Für die schwerelosen, poetischen Martial-Arts-Szenen mussten die Hauptdarsteller vier Monate lang hart trainieren. Doch es hat sich gelohnt: Keanu Reeves wurde mit «The Matrix» nach einem Karriereknick in die Liga der Superstars zurückkatapultiert. Er und seine Mitstreiter Carrie-Ann Moss, Laurence Fishburne sowie Hugo Weaving als fieser Agent Smith waren auch bei den zwei Fortsetzungen wieder mit dabei.

Sendeplatz

Mittwoch um 23:45 Uhr auf SRF zwei.