Film-Tipp des Tages: Men in Black II

Nur vorübergehend hatten die Agenten K und J die Welt in «Men in Black» vor einem intergalaktischen Desaster retten können. Jetzt sind die Ausserirdischen wieder da und bedrohen die Menschheit ärger als zuvor.

Zwei Männer mit futuristischen Schusswaffen.

Bildlegende: Coole Kämpfer gegen ausserirdische Angriffe. SRF/SevenOne International

Wieder bedroht interstellarer Abschaum die Erde. Serleena (Lara Flynn Boyle), ein als Dessous-Model getarntes bösartiges Monster, ist aus den Tiefen des Weltalls gekommen, um einen Schatz zu heben und dabei der Menschheit kurzerhand den Garaus zu machen.

Wenn jemand dieser Gefahr begegnen kann, dann die «Men in Black», die Männer in Schwarz. Ihre Markenzeichen sind der schwarze Anzug und die dunkle Sonnenbrille. Ihr Job: die Menschheit unauffällig vor Übergriffen durch Ausserirdische zu beschützen.

Agent J (Will Smith) ist zwar der erfolgreichste Alien-Jäger aller Zeiten, doch für diese Ermittlungen braucht er Hilfe, und zwar ausgerechnet von seinem Ex-Partner Agent K (Tommy Lee Jones). Dieser arbeitet allerdings seit längerer Zeit ohne jegliche Erinnerung an sein Agentenleben als Postbediensteter. Es bleibt nicht viel Zeit, um K zu finden, ihm seine Erinnerung zurückzugeben, das Monster Serleena zu bekämpfen und so die Erde vor der totalen Zerstörung zu retten.

Alien-Paranoia

Serien wie «Akte X» verbreiteten in den 1990er-Jahren erfolgreich ihre Botschaft: «Sie sind hier. Sie sind unter uns. Sie könnten deine Nachbarn sein!» Wer dem paranoiden Garn Glauben schenkte, der zweifelte auch keinen Moment daran, dass Ausserirdische längst unerkannt unter den Menschen lebten.

1997 gelang es Regisseur Barry Sonnenfeld («The Addams Family») mit dem relativ kleinen Film «Men in Black» die allgemeine Alien-Paranoia ad absurdum zu führen. Auch hier lebten ausserirdische Kreaturen unerkannt, zumeist in der Hülle menschlicher Wesen, ein Leben als Durchschnittsbürger. Aufgespürt und beaufsichtigt wurden diese Schläfer durch die «Men in Black», eine hoch geheime Agentenorganisation, die den echten Menschen – ohne dass diese es allerdings realisierten (geschweige denn schätzten) – den ausserirdischen Bodensatz vom Leibe hielten.

Comedy-Star Will Smith

Wie schon der erste MiB-Film baut nun auch der zweite auf den verqueren Charme der beiden Hauptdarsteller. Tommy Lee Jones («Lincoln»), dessen Pokerface schon so manch durchschnittlicher Produktion das Glanzlicht aufsetzte, tritt in «Men in Black II» etwas zurück.

So trägt die Hauptlast des komischen Alien-Abwehrkampfes diesmal Partner Will Smith. Smith, der mit Grossproduktionen wie «Bad Boys» oder «Hancock» zu einem der bestbezahlten Hollywood-Schauspieler avancierte, kann in «Men in Black II» sein komödiantisches Talent voll ausspielen.

Auf die Plätze verweist er damit nicht nur Lara Flynn Boyle, Johnny Knoxville oder Tony Shalhoub («Monk»), sondern auch die zahlreichen ekligen Wesen aus dem All, die den Warteraum der MiB-Agentur bevölkern. Die einzig wirkliche Konkurrenz für Smith ist ein Mops, der saufend, rauchend und singend beweist, dass Komik keine ausschliesslich menschliche, sondern eine kosmische Kraft ist.

Sendeplatz

Samstag um 22:50 Uhr auf SRF zwei.