Film-Tipp des Tages: «Nebelgrind»

Unverhofft muss sich Bauer Jürg zwei Wochen allein um Kinder und Hof kümmern. Seine Frau Fränzi erteilt ihm eine Lektion und überlässt ihm die Pflege für seinen Vater Karli. Jürg ist der Ansicht, dass Karli einfach ein bisschen abgegeben habe - das sei noch lange kein Grund, von Alzheimer zu reden.

Vater und Sohn sind verwickelt in ein Gespräch

Bildlegende: Peter Freiburghaus als Vater, Martin Rapold als Jürg SRF/Nikkol Rot

Bauer Jürg (Martin Rapold) kann es nicht glauben: Seiner Frau Fränzi (Rebecca Indermaur) platzt der Kragen, und sie überlässt ihm für zwei Wochen den Hof, die Kinder und vor allem seinen «vergesslichen» Vater Karli (Peter Freiburghaus). Bald wird Jürg bewusst, dass Fränzi recht hatte und sein betagter Vater nicht einfach älter wird, sondern tatsächlich an Alzheimer erkrankt ist. Karli kann sich nicht mehr allein anziehen, also bleibt er einfach im Pyjama. Er vergisst, dass er seiner Enkelin Toni (Dominique Devenport) erst gerade einen Batzen an ihr Töffli gegeben hat, und mit Enkel Jonas (Elia Brühlhart) unternimmt er lange, nicht ungefährliche Ausflüge. Jürg steht vor der Herausforderung seines Lebens. Denn eines will er ganz sicher nicht: dass sein Vater in ein Heim muss.

Der Vater gibt immer mehr ab und ist doch noch ganz unternehmungslustig. Der Sohn muss schmerzhaft lernen, was das heisst. Die berührende Geschichte über das Vergessen wurde von den beiden Autorinnen Josy Meier und Eveline Stähelin geschrieben. Die beiden haben zuletzt das Drehbuch zu «Heldin der Lüfte» zusammen verfasst.

Über den Film

Martin Rapold, der bereits in «Lücken im Gesetz» und «Oeschenen» einen Bauer spielte, steht als Jürg vor der Kamera von Pierre Mennel («Die Standesbeamtin»). Erstmals seit fast zwanzig Jahren in einem Film zu sehen ist Peter Freiburghaus als Karli. Der Schauspieler ist bekannt von seinen Bühnenauftritten mit dem Duo Fischbach.

Sendeplatz

Sonntag um 20:05 Uhr; SRF 1